Björn Höcke hält Corona für "eine einzige Inszenierung" und will nicht in den Bundestag

Ruhla - Thüringens AfD-Partei- und Landtagsfraktionschef Björn Höcke (49) hält die Corona-Politik in Deutschland für verfassungswidrig.

Björn Höcke (49) spricht auf dem Landesparteitag der Thüringer AfD in Ruhla. Dort bezeichnete der 49-Jährige die Corona-Politik als "in großen Teilen eine einzige Inszenierung".
Björn Höcke (49) spricht auf dem Landesparteitag der Thüringer AfD in Ruhla. Dort bezeichnete der 49-Jährige die Corona-Politik als "in großen Teilen eine einzige Inszenierung".  © Michael Reichel/dpa

Corona sei nicht die Cholera und nicht die Pest, weshalb die Corona-Politik "unverhältnismäßig und verfassungswidrig" sei, sagte Höcke auf einem AfD-Landesparteitag am heutigen Samstag in Ruhla im Wartburgkreis.

Die Rückgabe von Freiheiten nur für Geimpfte und Genesene führe zu einer "Impfpflicht durch die Hintertür." Auf dem Parteitag will die AfD ihre Liste mit Bundestagskandidaten zusammenstellen.

Wenn man kein Restaurant oder Hotel mehr besuchen könne, wachse täglich der Druck, sich am Ende doch impfen zu lassen, sagte der 49-Jährige. "Wenn ein Staat Ungeimpften Grundrecht vorenthält, dann ist er kein Rechtsstaat mehr." Corona sei in seinen Augen "in großen Teilen eine einzige Inszenierung".

Darüber hinaus lehnte der ehemalige Gymnasiallehrer eine Kandidatur für den Bundestag auf Platz eins der Thüringer Kandidatenliste ab. Auf die Frage, ob er nach einem entsprechenden Vorschlag aus den Reihen der AfD-Mitglieder zur Verfügung stehe, antwortete Höcke mit "Nein".

Weiterhin wurden die beiden bisherigen AfD-Bundestagsabgeordneten Stephan Brandner (54) und Robby Schlund (54) vorgeschlagen, die sich beide um die Spitzenkandidatur bewarben. Die elektronische Abstimmung entschied Brandner mit einem Ergebnis von 74,65 Prozent für sich.

Titelfoto: Michael Reichel/dpa

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