"Meine Partei hat Dummheiten gemacht": Bodo Ramelow rechnet mit seiner eigenen Partei ab

Erfurt - Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (65) hat nach der Bundestagswahl die großstädtische Sicht seiner Linkspartei kritisiert.

Nach der Wahlschlappe Ende September hat Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (65, Linke) deutliche Kritik an seiner eigenen Partei geübt. (Archivbild)
Nach der Wahlschlappe Ende September hat Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (65, Linke) deutliche Kritik an seiner eigenen Partei geübt. (Archivbild)  © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

"Meine Partei hat Dummheiten gemacht", sagte er der "Leipziger Volkszeitung". Als Beispiele nannte Ramelow das Plakatieren des Mietendeckels im ländlichen Raum und die Forderung nach einem kostenlosen Nahverkehr in Regionen, in denen kaum noch ein Bus fahre.

"Da lachen sich die Leute doch scheckig", machte der erste Linke-Ministerpräsident deutlich.

Die Partei müsse jetzt offen und ehrlich über die Ausrichtung sprechen, forderte Ramelow.

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Die Linke hatte bei der Bundestagswahl am 26. September 4,9 Prozent der Stimmen erreicht. Der Einzug in den Bundestag gelang nur durch drei Direktmandate, die in Leipzig und Berlin gewonnen worden waren.

Kurz nach der Bundestagswahl hatte der 65-Jährige noch der Corona-Pandemie eine wesentliche Mitschuld an dem Wahldebakel gegeben.

Titelfoto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

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