Bodo Ramelow schlägt Corona-Alarm für Thüringen: "Hier brennt die Hütte"

Erfurt/Berlin - Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (64, Linke) hat sich mit drastischen Worten gegen Lockerungen in der Corona-Pandemie ausgesprochen.

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (64, Linke) hat sich mit deutlichen Worten gegen Lockerungen der aktuellen Corona-Regeln ausgesprochen.
Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (64, Linke) hat sich mit deutlichen Worten gegen Lockerungen der aktuellen Corona-Regeln ausgesprochen.  © Michael Reichel/dpa-Zentralbild/dpa

"Wir müssen einfach der Tatsache ins Auge sehen, dass das Virus jetzt erst anfängt, richtig Fahrt aufzunehmen", sagte der Linke-Politiker am Sonntagabend im ZDF-"heute journal".

"Ich merke, dass bei mir in Thüringen gerade die Hütte brennt. Heute ist für mich ein schlimmer Tag", so der 64-Jährige weiter.

Der Linken-Politiker erklärte weiter, dass Thüringen am Sonntag den Inzidenz-Wert von 300 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen geknackt hat. Alle Landkreise und kreisfreien Städte sind außerdem über die 200 gegangen.

"Es ist kein Platz mehr für Lockerungen und die Debatte von der Lockerung zur Lockerung." Ramelows Appell an die Thüringer Wirtschaft: Möglichst alles zu unterlassen, was im Moment nicht notwendig ist.

Auf die Frage was aus den für April geplanten Landtagswahlen werde, äußerte sich der Ministerpräsident skeptisch. "Aber eines ist doch klar: Wir haben auch 30.000 Wahlhelferinnen und Wahlhelfer, die wir auch schützen müssen. Und insoweit müssen alle Beteiligten darüber nachdenken."

"Wenn im Januar, Februar keine Bewegung ist, dann werden wir auch das mitentscheiden müssen", erklärte Ramelow mit Blick auf die Wahlen, die wegen der pandemischen Lage wohl verschoben werden könnten.

Titelfoto: Michael Reichel/dpa-Zentralbild/dpa

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