Bodo Ramelow will Debatte über Rechtsextremismus: "Davor kann man sich nicht drücken"

Erfurt - In der jüngsten Diskussion um Rechtsextremismus in Ostdeutschland hat Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (65, Linke) eine gesamtdeutsche Debatte gefordert.

Nach den jüngsten Aussagen über Rechtsextremismus in Ostdeutschland hat Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (65, Linke) eine gesamtdeutsche Debatte gefordert. (Archivbild)
Nach den jüngsten Aussagen über Rechtsextremismus in Ostdeutschland hat Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (65, Linke) eine gesamtdeutsche Debatte gefordert. (Archivbild)  © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

"Man kann sich im Westen nicht zurücklehnen und sagen: Die Ostdeutschen wählen doof", sagte der Linke-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Es gebe da aber ein Thema, "davor kann man sich nicht drücken". So habe bereits der erste sogenannte Thüringen-Monitor vor 20 Jahren "sichtbar gemacht, dass 25 Prozent der Befragten eine gewisse Diktatur-Affinität hatten".

Dieser Wert habe sich seither kaum verändert.

Rechtsextremistische Tendenzen habe es vor und nach 1989 im Westen ebenfalls immer wieder gegeben, so in Bayern oder Baden-Württemberg, betonte er.

Man dürfe beides "nicht aus dem Blick verlieren", sagte Ramelow.

Titelfoto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

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