Ramelow wirbt für Bestellung von Sputnik-Impfstoff: "Eine große Chance"

Erfurt - Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (65, Linke) hat dafür geworben, den russischen Corona-Impfstoff Sputnik V zu bestellen.

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (65, Linke) hat sich für eine Bestellung des russischen Corona-Impfstoffes Sputnik V ausgesprochen.
Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (65, Linke) hat sich für eine Bestellung des russischen Corona-Impfstoffes Sputnik V ausgesprochen.  © Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa

"Für mich ist der Sputnik-Impfstoff eine große Chance, wieder schneller zur Normalität zurückzukehren", sagte der Linken-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstag).

"Ich appelliere an die Bundesregierung, gegenüber der EU deutlich zu machen, dass jetzt bei den Produzenten von Sputnik entsprechende Impfmengen geordert werden sollten."

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) prüft Sputnik V derzeit. Die EU-Kommission hatte vergangene Woche klargestellt, dass sie mit den Sputnik-Herstellern derzeit nicht über einen Lieferrahmenvertrag für alle 27 EU-Staaten verhandelt.

"Getan, was man tun kann": So reagiert Scholz auf drohende Energieknappheit
Olaf Scholz "Getan, was man tun kann": So reagiert Scholz auf drohende Energieknappheit

Russlands staatlicher Direktinvestmentfonds RDIF, der an der Finanzierung der Sputnik-Entwicklung beteiligt ist, begrüßte den Start des EMA-Verfahrens und kündigte für den Fall der Zulassung an, 50 Millionen Menschen in der EU mit dem Impfstoff zu versorgen.

Der russische Corona-Impfstoff Sputnik V ist den Angaben zufolge bislang in 42 Ländern mit einer Gesamtbevölkerung von 1,1 Milliarden Menschen registriert.
Der russische Corona-Impfstoff Sputnik V ist den Angaben zufolge bislang in 42 Ländern mit einer Gesamtbevölkerung von 1,1 Milliarden Menschen registriert.  © Pavel Golovkin/AP/dpa

Im Juni könne es losgehen, sagte RDIF-Chef Kirill Dmitrijew. Bisher sei Sputnik V in 42 Ländern mit einer Gesamtbevölkerung von 1,1 Milliarden Menschen registriert. Auch Ungarn und die Slowakei hätten das Präparat mit einer Wirksamkeit von 91,6 Prozent bereits ohne EMA zugelassen.

Titelfoto: Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa, Pavel Golovkin/AP/dpa

Mehr zum Thema Bodo Ramelow: