Bodo Ramelow wird Bundesrats-Präsident und will Ost und West zusammenrücken

Erfurt - Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (65, Linke) will als künftiger Bundesratspräsident das Zusammenwachsen in der Gesellschaft in den Fokus rücken.

Thüringen wird im kommenden Jahr Gastgeber der Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit sein. Aus diesem Grund wird Bodo Ramelow (65, Linke) Bundesratspräsident werden.
Thüringen wird im kommenden Jahr Gastgeber der Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit sein. Aus diesem Grund wird Bodo Ramelow (65, Linke) Bundesratspräsident werden.  © Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa

Dabei gehe es um Ost und West, aber auch Stadt und Land sowie "Oben und Unten", sagte Ramelow am heutigen Mittwoch bei der Vorstellung des Logos für den Tag der Deutschen Einheit 2022 in Erfurt. Das Thema werde nach der Bundestagswahl womöglich noch wichtiger als bisher, betonte er.

Thüringen wird im kommenden Jahr Gastgeber der zentralen Feierlichkeiten zum 3. Oktober sein. Diese werden jedes Jahr von dem Bundesland ausgetragen, das gerade die Präsidentschaft im Bundesrat, also der Länderkammer, innehat.

In diesem Jahr ist die zentrale Feier in Halle (Sachsen-Anhalt). Ramelow soll am 1. November zum neuen Bundesratspräsidenten gewählt werden. Derzeit ist er zweiter Vize-Präsident.

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Das Logo für den Tag der Deutschen Einheit im kommenden Jahr zeigt die Zahl 2022, wobei die 22 durch eine Spiegelung ein rot-gelbes Herz bildet, die 20 davor ist schwarz - die Jahreszahl ist also in den Farben der deutschen Flagge dargestellt.

Die Präsidentschaft im Bundesrat rotiert unter den 16 Bundesländern in der Reihenfolge ihrer Größe - gemessen an der Einwohnerzahl.

Begonnen wird stets mit dem bevölkerungsreichsten Bundesland, das Nordrhein-Westfalen ist. In Thüringen leben rund 2,1 Millionen Menschen.

Titelfoto: Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa

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