Bodo Ramelow mit Ansage: "Organisationsversagen" bei der Corona-Warn-App!

Thüringen - Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (64, Linke) hat mit Blick auf die Daten von Corona-Infizierten Mängel bei der Warn-App der Bundesregierung beklagt. 

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (64, Linke).
Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (64, Linke).  © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

In einem Interview mit der "Rheinischen Post" sprach der 64-Jährige von einem "Organisationsversagen" und Verstößen beim Datenschutz in Meldeketten von Infizierten die zu "einem weiteren Vertrauensverlust" führen, so Ramelow weiter.

Weil in vielen Laboren amtliche Schreiben fehlten, mit Hilfe derer die Testergebnisse anonym an die App übertragen werden könnten, müssten positiv Getestete teils die Hotline des Robert Koch-Instituts anrufen und ihren Namen und die Telefonnummer durchgeben, damit das Ergebnis in der App berücksichtigt werden könne. Dadurch wisse der Linke-Politiker, "dass gar nicht allen positiv Getesteten Vertraulichkeit garantiert werden kann". 

Dennoch betonte Ramelow, dass er ein überzeugter Anhänger der Corona-Warn-App der Bundesregierung sei, wie ihn die "Rheinische Post" zitiert. 

Die Corona-Warn-App.
Die Corona-Warn-App.  © Oliver Berg/dpa / dpa-Bildfunk

Die App soll dabei helfen, Infektionsketten besser nachzuverfolgen und zu unterbrechen. Wenn es eine Begegnung mit einer Person gab, die später positiv auf das Coronavirus getestet wurde, soll das Handy den Besitzer darüber informieren. Bisher ist die am 16. Juli in Deutschland gestartete App in Deutsch, Englisch und Türkisch verfügbar. Fünf weitere Sprachen sollen folgen. 

Titelfoto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa / dpa-Bildfunk

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