Corona-Zahlen machen Bodo Ramelow Sorge: Er will "sofort einheitliche Maßnahmen"

Erfurt - Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (65, Linke) hat sich einem Medienbericht zufolge für ein einheitliches Vorgehen in Deutschland gegen das Aufflammen der Corona-Pandemie ausgesprochen.

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (65, Linke) will, dass alle Bundesländer am gleichen Strang ziehen im Kampf gegen die Pandemie.
Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (65, Linke) will, dass alle Bundesländer am gleichen Strang ziehen im Kampf gegen die Pandemie.  © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

"Ich will eine vorgezogene Ministerpräsidentenkonferenz nur, wenn daraus auch verbindlich eine schnelle gesetzliche Konsequenz im Bundestag entsteht", sagte Ramelow dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Online).

Demnach riet er, "sofort einheitliche Maßnahmen analog der Bundesnotbremse vorzubereiten".

Am Dienstag wird eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts über Verfassungsbeschwerden gegen die Corona-Notbremse des Bundes aus dem Frühjahr erwartet.

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Nach bisherigen Plänen sollen die Regierungschefs und Regierungschefinnen von Bund und Ländern erst am 9. Dezember erneut über die Corona-Pandemie beraten. Seit Tagen wird aber auch über einen möglichen früheren Termin diskutiert.

Ramelow kündigte an, dass Thüringen "jede Koordination der bundesweiten Maßnahmen aktiv unterstützen und auch umsetzen" würde, wie er dem RND mitteilte. Das vom Linken-Politiker geführte Bundesland gilt als eines der am stärksten von der aktuellen Infektionswelle betroffenen Bundesländer.

Für den heutigen Montag wird die Inzidenz im Freistaat mit 895,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner angegeben. Die Hospitalisierungsrate lag mit 18,2 bundesweit mit Abstand am höchsten.

Titelfoto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

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