"Maaßen benutzt ähnliche Methoden wie Höcke": Bodo Ramelow schießt gegen CDU-Politiker

Von Simone Rothe

Erfurt - Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (65, Linke) hat mit einer steilen These in Richtung des ehemaligen Verfassungsschutzpräsidenten Hans-Georg Maaßen (58, CDU) geschossen.

Bodo Ramelow (65, Linke) hat sich mit Kritik gegenüber Hans-Georg Maaßen (58, CDU) nicht zurückgehalten und ordentlich ausgeteilt.
Bodo Ramelow (65, Linke) hat sich mit Kritik gegenüber Hans-Georg Maaßen (58, CDU) nicht zurückgehalten und ordentlich ausgeteilt.  © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Der Regierungschef sieht demnach Parallelen zwischen dem CDU-Bundestagskandidaten und Thüringens AfD-Politiker Björn Höcke (49).

"Er provoziert mit steilen Äußerungen, wartet die Empörung ab, um dann zu behaupten, mal wieder missverstanden zu sein", sagte Ramelow der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt.

"Maaßen benutzt damit ähnliche Methoden wie Herr Höcke." Man sollte nicht immer wieder auf solche Provokationen hereinfallen, so der 65-Jährige.

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Der 58-Jährige hatte in den vergangenen Tagen mit dem Vorwurf tendenziöser Berichterstattung durch öffentlich-rechtliche Medien zum wiederholten Mal Empörung ausgelöst. Maaßen hatte gegenüber dem "Sender tv.Berlin" gesagt, dass es in der Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Medien einen "klaren Linksdrall" gebe.

Politiker verschiedener Parteien hatten ihn daraufhin zur Mäßigung aufgerufen. Rückendeckung erhielt Maaßen von Kreisverbänden in Südthüringen, die ihn aufgestellt hatten.

CDU-Bundestagskandidat Hans-Georg Maaßen (58) soll laut Einschätzung von Bodo Ramelow ähnlich wie AfD-Politiker Björn Höcke (49) agieren.
CDU-Bundestagskandidat Hans-Georg Maaßen (58) soll laut Einschätzung von Bodo Ramelow ähnlich wie AfD-Politiker Björn Höcke (49) agieren.  © Michael Reichel/dpa

Maaßen ist von der Südthüringer CDU zu ihrem Direktkandidaten im Wahlkreis 196 für die Bundestagswahl am 26. September gewählt worden. Seine Aufstellung wird von großen Teilen der CDU kritisiert.

Titelfoto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

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