Machtwort von Ramelow: "Thüringen nimmt Ortskräfte und Familien aus Afghanistan auf"

Erfurt - Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (65, Linke) hat die Aufnahme afghanischer Ortskräfte und deren Familien zugesichert.

Menschen aus Afghanistan, die vor den Taliban auf der Flucht sind, werden in Thüringen Schutz finden. Das hat Ministerpräsident Bodo Ramelow (65, Linke) verkündet.
Menschen aus Afghanistan, die vor den Taliban auf der Flucht sind, werden in Thüringen Schutz finden. Das hat Ministerpräsident Bodo Ramelow (65, Linke) verkündet.  © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

"Der Freistaat Thüringen wird selbstverständlich helfen und auch Ortskräfte und deren Familien aus Afghanistan aufnehmen", schrieb Ramelow auf Twitter.

Wenn diese Menschen für deutsche Institutionen tätig gewesen seien, dann sei es auch die Pflicht, nun zu handeln und für Integration die Weichen zu stellen, erklärte er weiter.

Wie viele Ortskräfte der Freistaat aufnimmt, konnte das Migrationsministerium zunächst nicht sagen. Entscheidend sei die Lage vor Ort, hieß es.

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Da die Ortskräfte kein Asylverfahren durchlaufen, werden sie laut Ministerium grundsätzlich auch nicht in der Erstaufnahmeeinrichtung in Suhl, sondern in den Kommunen untergebracht.

Die ersten Geretteten aus Afghanistan waren am Mittwoch mit einer Lufthansa-Maschine in Frankfurt am Main gelandet. Sie sollten mit einem Bus in eine Aufnahmeeinrichtung nach Hamburg gebracht werden.

Tweet von Bodo Ramelow

Nachdem die Taliban die Macht in Afghanistan übernommen haben, sind viele Menschen auf der Flucht vor der islamistischen Miliz.

Titelfoto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

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