Ramelow lässt aufhorchen: Rumänien kann sich Energie-Partnerschaft bei Gas vorstellen

Bukarest/Rumänien - Rumänien kann sich nach den Worten von Bundesratspräsident Bodo Ramelow (66, Linke) eine Energie-Partnerschaft mit Deutschland vorstellen.

Bundesratspräsident Bodo Ramelow (66, Linke) war zu Besuch in Rumänien. Nach seinen Worten kann sich das Land eine Energie-Partnerschaft mit Deutschland vorstellen.
Bundesratspräsident Bodo Ramelow (66, Linke) war zu Besuch in Rumänien. Nach seinen Worten kann sich das Land eine Energie-Partnerschaft mit Deutschland vorstellen.  © Jacob Schröter/TSK/dpa

Es gehe dabei um eine mögliche gemeinsame Erschließung von Gasfeldern im Schwarzen Meer, sagte Ramelow am Mittwoch zum Abschluss einer dreitägigen Reise nach Rumänien der Deutschen Presse-Agentur.

Den Vorschlag habe der rumänische Ministerpräsident Nicolae-Ionel Ciucă (55) bei einem Treffen in Bukarest gemacht. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (52, Grüne) sei darüber informiert.

Die Bundesregierung sucht als Konsequenz aus dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine Alternativen zu russischen Gaslieferungen. "Eine mögliche Energie-Partnerschaft mit Rumänien löst unsere aktuellen Gasproblem nicht", sagte Ramelow. Sie könnte aber für die zweite Hälfte des laufenden Jahrzehnts eine Alternative sein.

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Thüringens Ministerpräsident besuchte Rumänien in seiner Funktion als diesjähriger Bundesratspräsident mit einer Wirtschafts- und Wissenschaftsdelegation. Anlass war die Unterzeichnung des deutsch-rumänischen Freundschaftsvertrages vor 30 Jahren.

Sowohl Deutschland als auch Europa müssten "stärker in den mittel- und osteuropäischen Raum schauen", forderte Ramelow. Dieser Teil Europas dürfte nicht dem Einfluss des russischen Präsidenten Wladimir Putin (69) überlassen werden, warnte er.

Rumänien gehört neben Kroatien und Bulgarien zu den jüngsten EU-Mitgliedstaaten.

Titelfoto: Jacob Schröter/TSK/dpa

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