Ramelow schießt gegen Corona-Gegner: "Ich gehe auch spazieren, aber nicht mit Neonazis"

Erfurt - Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (65, Linke) nimmt bekanntlich kein Blatt vor Mund. In einer Pressekonferenz hat er sich mit einem polarisierenden Satz klar gegen die Corona-Spaziergänge geäußert.

Auf einer Pressekonferenz hat Bodo Ramelow (65, Linke) seinen Unmut über die Corona-Spaziergänge zum Ausdruck gebracht.
Auf einer Pressekonferenz hat Bodo Ramelow (65, Linke) seinen Unmut über die Corona-Spaziergänge zum Ausdruck gebracht.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Es ist Montag, der 24. Januar 2022. Die Ministerpräsidenten der Bundesländer sind mal wieder zu einer virtuellen Konferenz zusammengekommen. Gemeinsam sprechen und beraten sie über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie.

Nach dem Ende der Schalte tritt Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow vor die Kameras und verkündet vor den Pressevertretern die neuesten Beschlüsse. Eigentlich nichts Ungewöhnliches, doch gegen Ende wird Ramelow noch auf die sogenannten Corona-Spaziergänge angesprochen.

Der 65-Jährige antwortet daraufhin, wie es ein Bodo Ramelow immer tut - direkt und ungeniert. Einfach frei von der Leber weg. "Ich kann ja nur appellieren, dass die Menschen, die spazieren gehen, auch wirklich spazieren gehen", sagte der Ministerpräsident.

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Er selbst gehe auch jeden Tag an die frische Luft, allerdings ohne dabei eine bestimmte Bevölkerungsgruppe um sich herum zu haben: "Ich gehe nur mit meinem Hund spazieren und nicht mit Neonazis", fügte der Regierungschef hinzu.

Gerade der zweite Teil seiner Aussage sorgte in den sozialen Medien für mächtig Gesprächsstoff. Neben Beifall gab es aber auch Kritik, unter anderem von der AfD.

Der Landessprecher der AfD Thüringen, Stefan Möller (46), teilte das Zitat auf seinem Kanal und äußerte sich folgendermaßen: "Ich höre jeden Tag anderen Menschen zu. Aber nicht solchen, die mit hypnotischer Inhaltslosigkeit andere permanent als Nazis diffamieren."

Titelfoto: Bernd von Jutrczenka/dpa

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