Ramelow vergleicht erzwungene Flugzeuglandung mit Terrorismus

Erfurt - Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (65, Die Linke) hat die von den Behörden in Belarus erzwungene Landung eines Passagierflugzeugs aufs Schärfste verurteilt.

Bodo Ramelow (65, Die Linke) vergleicht die erzwungene Flugzeuglandung mit Terrorismus.
Bodo Ramelow (65, Die Linke) vergleicht die erzwungene Flugzeuglandung mit Terrorismus.  © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

"Einen Notfall zu konstruieren ist letztlich nur Kosmetik um ein Flugzeug zu entführen. Es ist schlicht Terrorismus!", schrieb der Linke-Regierungschef am Montag bei Twitter.

Flugzeuge aus Belarus sollten Überflug- oder Landerechte in der EU entzogen bekommen und entsprechende Anklagen erhoben werden, schloss er als Forderung an.

Behörden in der autoritär regierten Republik Belarus hatten das mit mehr als 100 Passagieren besetzte Flugzeug auf dem Weg von Athen nach in die litauische Hauptstadt Vilnius umgeleitet und zur Landung gezwungen.

Telefonat zwischen Armin Laschet und Smudo wirft Fragen auf
Armin Laschet Telefonat zwischen Armin Laschet und Smudo wirft Fragen auf

An Bord war auch der vom belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko international gesuchte Blogger Roman Protassewitsch. Er wurde nach Angaben des Menschenrechtszentrums Wesna auf dem Flughafen von Minsk festgenommen.

Viele auch internationale Politiker kritisierten das Vorgehen heftig, die EU hat auch Sanktionen gegen die Verantwortlichen in Aussicht gestellt. Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell forderte die sofortige Freilassung des belarussischen Journalisten Protassewitsch. Dessen Festnahme sei ein weiterer offenkundiger Versuch der belarussischen Behörden, alle oppositionellen Stimmen zum Schweigen zu bringen.

Titelfoto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa, Screenshot Twitter

Mehr zum Thema Bodo Ramelow: