Sammeln für die Kindergesundheit in Afrika: Bodo Ramelow empfängt Sternsinger

Erfurt - Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (65, Linke) hat am Mittwoch eine Gruppe Sternsinger in der Staatskanzlei empfangen.

Ministerpräsident Bodo Ramelow (65, Linke) zeigt den Sternsingern sein Dienstzimmer in der Thüringer Staatskanzlei.
Ministerpräsident Bodo Ramelow (65, Linke) zeigt den Sternsingern sein Dienstzimmer in der Thüringer Staatskanzlei.  © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Nachdem der traditionelle Empfang der Sternsinger im letzten Jahr coronabedingt ausgefallen ist, fand er in diesem Jahr in kleinem Rahmen wieder statt. Gegen eine Spende von 500 Euro gab es damit auch für die Staatskanzlei den Segen für das neue Jahr 2022.

In diesem Jahr steht die Aktion unter dem Motto "Gesund werden – gesund bleiben. Ein Kinderrecht weltweit". Die Sternsinger unterstützen mit den Spenden Kinder in Ägypten, im Südsudan und in Ghana.

Jedes Jahr um den Jahreswechsel ziehen Kinder von Haus zu Haus und bringen den Segen. So sammeln sie in ganz Deutschland Spenden für andere Kinder. Nach Angaben des Trägers der Aktion, dem Kindermissionswerks "Die Sternsinger", ist das Dreikönigssingen die größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder weltweit.

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Seit der ersten Aktion im Jahr 1959 haben die Sternsinger insgesamt mehr als eine Milliarde Euro gesammelt. Der Brauch des Dreikönigssingens zählt in Deutschland seit 2015 zum immateriellen Kulturerbe.

Im vergangenen Jahr fand die Sternsinger-Aktion wegen der Corona-Pandemie hauptsächlich digital statt, daneben gab es etwa einen Segen-to-go, den man sich selbst abholen konnte.

Kreativität in Zeiten von Corona

Auch dieses Jahr griffen viele Gemeinden auf innovative Ideen zurück, sagte ein Sprecher des Missionswerks. "Da haben wir wieder eine große Kreativität gespürt." Als Könige gekleidete Kinder zögen in vielen Pfarrgemeinden aber auch wieder von Haus zu Haus - wenn auch mit Maske und unter Einhaltung der Abstände.

Die Thüringer Sternsinger haben 2021 rund 297.000 Euro gesammelt. Coronabedingt waren in Thüringen mit 45 Gruppen und Gemeinden nur etwa halb so viele Jungen und Mädchen unterwegs wie im Vorjahr, als noch keine Maßnahmen zur Eindämmung des Virus griffen. In diesem Jahr wurde die Aktion bis zum 2. Februar verlängert.

In einigen Städten sind die Sternsinger schon unterwegs gewesen und haben den Segensspruch 20*C+M+B+22 mit Kreide oder einem Aufkleber an der Haustüre angebracht. Andernorts steht ein Besuch noch an.

Titelfoto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

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