Corona-Erfolg für Boris Palmer: Tübingen ist kein Hotspot mehr!

Tübingen - Was für ein Erfolg für Boris Palmer (48, Grüne): Während in anderen Teilen Deutschlands die Inzidenz-Marke von 50 nicht einmal in Sicht ist, wurde sie im Kreis Tübingen sogar unterboten!

Hat allen Grund zur Freude: Boris Palmer (48).
Hat allen Grund zur Freude: Boris Palmer (48).  © Tom Weller/dpa

Im Kampf gegen das Coronavirus ist eine Größe für die Politik seit Monaten der bestimmende Faktor: die 7-Tage-Inzidenz.

Sprich: Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb der letzten sieben Tage.

Diese soll nach dem Willen der Politik auf 50 sinken. Davon sind wir in Deutschland aber weit entfernt!

Laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) lag der Inzidenzwert am Donnerstag für Deutschland bei 119, wobei es immense Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern gibt.

So markiert Hamburg mit einem Wert von 88 derzeit das untere Ende des Spektrums, Thüringen liegt bei 225 - und ist damit trauriger Spitzenreiter.

Am Donnerstagabend gab es jedoch eine Zahl, die einem ganz besonders gefallen dürfte.

Deutschlands wohl bekanntestes Stadtoberhaupt, Boris Palmer, beschäftigt sich seit Ausbruch der Pandemie intensiv mit dem Thema und vor allem mit der Frage: Wie senken wir die Zahl der Infektionen?

Laut Zahlen des baden-württembergischen Landesgesundheitsamtes (LGA) haben die Schwaben geschafft, was bislang für viele noch unerreicht ist: Der Inzidenzwert ist im Landkreis Tübingen wieder auf unter 50 gesunken. Um genau zu sein: auf 49,9.

Der Ausnahme-Grüne meldete sich denn auch prompt auf seiner Facebook-Seite zu Wort. "Kaum zu glauben, nachdem das ganze Land von dem Ziel 50 regiert wird", schrieb er dort.

Coronavirus-Krise: Tübingen kein Corona-Hotspot

Tübingen ist nun kein Corona-Hotspot mehr. Palmer fährt schon seit längerer Zeit eine Strategie, die auf den Schutz der besonders gefährdeten Gruppen setzt - etwa auf den von älteren Menschen.

Diese können dort schon seit Herbst zum ÖPNV-Preis mit dem Taxi zum Einkaufen in den Supermarkt oder Arztbesuch fahren. Oder haben vormittags (9.30 bis 11 Uhr) eigene Einkaufszeiten. Zudem gab es kostenlose FFP2-Masken für gefährdete Gruppen (alles nachzulesen im "Tübinger Appell").

Palmer wurde für seinen "Tübinger Weg" gelobt und kritisiert zugleich. Die jetzigen Zahlen dürften ihm und seiner Strategie Recht geben.

Übrigens: Im Südwesten der Republik nähern sich auch der Hohenlohekreis (55,9) sowie der Kreis Breisgau-Hochschwarzwald (52,4) der magischen 50er-Marke.

Titelfoto: Montage: Screenshot LGA Baden-Württemberg, Tom Weller/dpa

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