Boris Palmer schafft 20.000 Schnelltests für Friseure herbei: "Sperrt mich doch ein"

Tübingen - Zur Wiedereröffnung der Friseurläden in Baden-Württemberg stellt die Stadt Tübingen diesen Tausende Corona-Selbsttests zur Verfügung.

Tübingens OB Boris Palmer (48).
Tübingens OB Boris Palmer (48).  © Fabian Sommer/dpa

Die Stadt hat dazu 20.000 Antigen-Schnelltests für einen Nasenabstrich gekauft, wie eine Sprecherin am Freitag mitteilte.

Das Ziel sei, dass es die Tests bei allen Friseuren in der Stadt geben solle. Den Inhabern der Salons oder den Kunden entstünden keine Kosten, diese übernehme die Stadt.

Die Corona-Selbsttests haben nach Angaben der Stadt fünf Euro pro Stück gekostet. Aus der Tübinger Wirtschaft seien dafür 100.000 Euro an Spenden eingegangen, so die Sprecherin.

Der Bild-Zeitung sagte Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (48, Grüne) zu dem Angebot der Corona-Selbsttests durch die Stadt: "Drei Wochen lang habe ich aus Berlin nur gehört, dass die Schnelltests noch nicht zugelassen sind. Dazu kann ich nur sagen: Ja, dann sperrt mich doch ein. Ich warte doch nicht auf eine Erlaubnis zum Nasebohren."

Antigen-Schnelltests mussten bisher von medizinischem Personal durchgeführt werden.

Selbsttests für Laien kommen

Am Mittwoch hatte das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte Sonderzulassungen für die ersten Tests für Laien erteilt.

Corona-Selbsttests sollen nach Aussage von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU) bald bundesweit verfügbar sein. Bislang ist das nicht der Fall.

Auch die Landesregierung hat angekündigt, mit massenhaft verfügbaren Schnelltests und bald auch einsetzbaren Laien-Selbsttests einen Weg aus dem Lockdown aufzeigen zu wollen.

Titelfoto: Fabian Sommer/dpa

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