Nach Randale am Wochenende: Das fordert Boris Palmer jetzt!

Stuttgart - Ausufernde Feiern und Auseinandersetzungen zwischen meist jungen Menschen und der Polizei könnten nach Ansicht der Oberbürgermeister von Tübingen und Schwäbisch Gmünd durch eine Aufhebung der Corona-Sperrstunde verhindert werden.

Tübingens OB Boris Palmer (48, Grüne).
Tübingens OB Boris Palmer (48, Grüne).  © Tom Weller/dpa

Es sei kontraproduktiv, wenn die Gastronomie um 21 Uhr, in wenigen Kreisen eine Stunde später schließen müsse, heißt es in einem Appell der OB Richard Arnold (62, CDU/Schwäbisch Gmünd) und Boris Palmer (48, Grüne/Tübingen) an die Landesregierung.

"Die Schließung der Gastronomie reduziert die soziale Kontrolle und fördert aggressive Zusammenballungen", argumentierten die beiden Stadtoberhäupter. Wer nach Beginn der Sperrstunde bleibe, bringe den Alkohol selbst mit und viele verlören dabei offenbar die Kontrolle.

"Daher sollte die frühabendliche Corona-Sperrstunde in der Gastronomie am kommenden Wochenende entfallen", forderten Arnold und Palmer am Montag.

Wo es notwendig sei, könnten auch lokale Alkoholverbote hinzukommen. In Tübingen werde eine entsprechende Allgemeinverfügung für das Stadtzentrum bereits vorbereitet.

Zudem verurteilten die Kommunalpolitiker die abendlichen Massenansammlungen und Verstöße gegen die Corona-Auflagen. "Wir alle haben den Freiheitsentzug des letzten Jahres gespürt, aber Freiheit heißt auch Verantwortung", kritisieren beide OB. "Jetzt so die Sau auf Kosten anderer raus zu lassen, das geht einfach nicht."

In mehreren Städten Deutschlands waren am letzten Mai-Wochenende Feierlichkeiten ausgeufert, darunter in Stuttgart, Tübingen und Heidelberg.

Titelfoto: Montage: Screenshot Facebook.de/Boris Palmer, Tom Weller/dpa

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