Das tut Boris Palmer für Senioren in der Corona-Pandemie und es scheint, zu wirken

Tübingen - Das Modell Tübingen bekommt viel Aufmerksamkeit. Die Anti-Corona-Strategie des grünen Oberbürgermeisters Boris Palmer (48) konzentriert sich auf den Schutz der älteren Bevölkerung.

Der Oberbürgermeister von Tübingen, Boris Palmer (48).
Der Oberbürgermeister von Tübingen, Boris Palmer (48).  © Sebastian Gollnow/dpa

Die Stadt Tübingen hat mit Investitionen von einer halben Million Euro nach Worten ihres Oberbürgermeisters Boris Palmer das Corona-Ansteckungsrisiko älterer Menschen deutlich reduziert.

"Auf den Intensivstationen in Tübingen gibt es aktuell zwei Drittel weniger Corona-Patienten als zur Hochzeit im April", sagte der Grünen-Politiker der Rhein-Neckar-Zeitung (Samstag).

Der Anteil der über 65-Jährigen an den Infizierten liege in der Universitätsstadt bei etwa zehn Prozent und damit weit unter dem Bundeswert.

Tübingen hat unter anderem separate Seniorentaxis sowie ein Zeitfenster für Senioren zum Einkaufen eingeführt und kostenlose FFP2-Masken verschickt.

Schon früh sei intensiv getestet worden, erläuterte Palmer.

Auf Kosten der Stadt wurden demnach schon im September regelmäßig bei Beschäftigten in Seniorenheimen Abstriche genommen, ab Oktober auch bei Besuchern und Bewohnern.

Palmer plädierte für mehr Tests. So könne man die symptomlosen Überträger identifizieren. "Schnelltests gibt es genug. Wir testen bei uns auf dem Marktplatz. So kann man unmittelbar vor dem Besuch bei den betagten Verwandten sicherstellen, dass man ihnen nicht den Tod bringt."

Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa

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