Zoff um Boris Palmer: Wen unterstützen die Grünen bei der OB-Wahl?

Tübingen - Der grüne Stadtvorstand in Tübingen möchte, dass ein Kandidat für die Oberbürgermeisterwahl im nächsten Jahr erstmals über eine Urwahl bestimmt wird.

Deutschlandweit bekannt: Tritt Tübingens Rathauschef Boris Palmer (49, Grüne) im Herbst 2022 nochmals an?
Deutschlandweit bekannt: Tritt Tübingens Rathauschef Boris Palmer (49, Grüne) im Herbst 2022 nochmals an?  © Bernd Weissbrod/dpa

Darüber soll am Mittwoch (ab 19 Uhr) die Stadtmitgliederversammlung beraten und es dann beschließen. Im Kampf ums Rathaus muss Amtsinhaber Boris Palmer (49, Grüne) also dieses Mal mit parteiinterner Konkurrenz rechnen.

Nach den Plänen des Stadtvorstandes soll es eine Nominierungsveranstaltung wie bei den beiden vergangenen Wahlen mit dem seit Monaten umstrittenen Palmer als einzigen Kandidaten nicht geben.

In der Einladung zur Versammlung schreibt der Vorstand: "Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass in der Frage der OB-Wahl die Streitlinie in der Stadt zurzeit nicht entlang einer Parteiengrenze geht, sondern mitten durch uns."

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Amtsinhaber Palmer wollte sich zuletzt nicht zur Sache äußern und die Entscheidung der Mitgliederversammlung abwarten.

Auf die Frage, ob er bei der Oberbürgermeisterwahl im Herbst 2022 nach zwei Amtszeiten überhaupt noch einmal antritt, sagte Palmer: "Das überlege ich mir ganz in Ruhe."

Update, 21.46 Uhr: Grüne wählen nächsten Kandidaten mit Urwahl

Grünen in Tübingen wollen den künftigen Kandidaten zur Oberbürgermeisterwahl im Herbst 2022 per Urwahl bestimmen.

Die Mitgliederversammlung nahm am Mittwochabend einen Vorschlag des Stadtvorstands mit großer Mehrheit an. Das heißt: Im April dürfen die Mitglieder des Tübinger Stadtverbands darüber entscheiden, wer für die Grünen im Herbst 2022 für den OB-Posten in der Universitätsstadt antreten wird.

Eine Nominierungsveranstaltung wie bei den beiden vergangenen Wahlen, als Boris Palmer der einzige Kandidat war, wird es somit nicht geben. Im Kampf ums Rathaus muss Palmer nun mit parteiinterner Konkurrenz rechnen. Bis zum 28. Februar dauert die Bewerbungsphase, im März sollen sich die Kandidaten auf einem Podium vorstellen.

Die Ortsvorsteherin von Tübingen-Weilheim und frühere Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat, Ulrike Baumgärtner, hat bereits Interesse bekundet.

Titelfoto: Bernd Weissbrod/dpa

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