Mit 77 Jahren: Thüringens ehemaliger Wirtschaftsminister Schuster ist tot

Erfurt/Stuttgart - Der frühere Thüringer Innen- und Wirtschaftsminister Franz Schuster (CDU) ist tot.

Erfurt, Mai 2012: Schuster geht im Thüringer Landtag zu einer Ausschusssitzung.
Erfurt, Mai 2012: Schuster geht im Thüringer Landtag zu einer Ausschusssitzung.  © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Er starb am Freitag im Alter von 77 Jahren, wie der Fraktionsvorsitzende der CDU im Thüringer Landtag, Mario Voigt (43), am Montag auf Twitter mitteilte.

"Mit ihm verliert die Thüringer Politik einen außergewöhnlichen Menschen, dem unser Land viel zu verdanken hat", hieß es auf der Facebook-Seite der CDU-Fraktion im Landtag.

Schuster, geboren in Durlangen (Ostalbkreis), war im September 1992 zum Innenminister im Kabinett von Ministerpräsident Bernhard Vogel (88, CDU) ernannt worden.

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"Die von ihm nach 1992 orchestrierte Gebietsreform hat in den wesentlichen Zügen noch heute Bestand", erinnerte die CDU-Fraktion.

Im Dezember 1994 übernahm Schuster das Wirtschaftsressort.

"Zwischen 1994 und 2003 hat er die für unser Land nicht einfache Zeit des 'Aufbau Ost' als Wirtschaftsminister hervorragend gemanagt. Als studierter Volkswirtschaftler wusste er, was notwendig war, um den Übergang zur sozialen Marktwirtschaft zu gestalten", so die CDU-Fraktion.

Als Christdemokrat habe er gewusst, dass es bei allem immer auch um die Schicksale der Beschäftigten ging.

Und weiter: "Sein ehrliches Wort hat uns oft den richtigen Weg gewiesen. Früh hat er zudem die Vernetzung der Hochschulen mit der Wirtschaft in Thüringen vorangetrieben. Es ist ein Vermächtnis, das - so wie vieles, was er in Thüringen erreicht hat - über seinen Tod hinaus Bestand haben wird."

Titelfoto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

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