Unterstützung aus Berlin: Friedrich Merz mit Dirk Hilbert auf Stadtrundgang

Dresden - Es war schon ein kleiner Staatsakt für Dirk Hilbert (50): Um ihn in seiner Kandidatur um die Oberbürgermeisterschaft zu unterstützen, holte sich die sächsische CDU sowohl den Bundeschef Friedrich Merz (66) als auch Landeschef und Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (47) ins Haus. Nach einem Stadtspaziergang im Schnelldurchlauf demonstrierte die Sachsen-CDU ihren Hilbert-Beistand bei Bier und Brezeln.

Ministerpräsident Michael Kretschmer (47, CDU, v.l.n.r.), CDU-Chef Friedrich Merz (66) und Dirk Hilbert (50, FDP), der Oberbürgermeister bleiben will.
Ministerpräsident Michael Kretschmer (47, CDU, v.l.n.r.), CDU-Chef Friedrich Merz (66) und Dirk Hilbert (50, FDP), der Oberbürgermeister bleiben will.  © Eric Münch

"Was ist das für eine schöne Stadt geworden in den letzten Jahren!", schwärmte der CDU-Chef in seiner Rede. Hilbert hatte es sich nicht nehmen lassen, die prominenten Unterstützer durch seine Stadt zu führen.

Nach dem Mittag auf der Töpferstraße schlenderten die drei um die Frauenkirche, vorbei am Verkehrsmuseum und durchs Georgentor, hin zum Theaterplatz, wo die gut gesicherten Fahrzeuge der Personenschützer bereits auf sie warteten.

Denn der eigentliche Termin stand noch an: Im Watzke am Goldenen Reiter warteten CDU-Mitglieder und Parteifreunde auf ihre Chefetage.

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Während draußen wenige Demonstranten versuchten die Veranstaltung zu stören, tobte drinnen Parteipolitik. "Es ist so wichtig, was am Sonntag in unserer sächsischen Heimat passiert", sagte Kretschmer auf der Bühne. Der Ministerpräsident hatte sein Jackett abgelegt und die Ärmel hochgekrempelt, die Kneipe hatte bestimmt 30 Grad.

Doch Kretschmer war nur der Zweitbekannteste im Raum: "Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass du gekommen bist", begrüßte er seinen Parteichef Merz, der vor allem über die Ukraine und den Bund sprach.

Bei einem Watzke-Bier unterhielten sich Merz (2.v.r.), Kretschmer (r.) und Hilbert über die politische Zukunft der Stadt.
Bei einem Watzke-Bier unterhielten sich Merz (2.v.r.), Kretschmer (r.) und Hilbert über die politische Zukunft der Stadt.  © Eric Münch

Doch der Politprofi wusste, wofür er gekommen war: "Am nächsten Sonntag hätte ich gern gute Nachrichten aus Dresden. Und da kann es sogar mal sein, dass ein FDP-Kandidat ein Erfolg für die CDU ist."

Titelfoto: Eric Münch

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