"Es hat Fehler gegeben": Wüst entschuldigt sich bei Terror-Opfern vom Breitscheidplatz!

Düsseldorf - Fünf Jahre nach dem islamistisch motivierten Terroranschlag auf einem Berliner Weihnachtsmarkt hat sich NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (46, CDU) bei den Opfern entschuldigt.

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (46, CDU) sprach am Donnerstag bei einem Gedenken des Düsseldorfer Landtags über den Anschlag aus dem Jahre 2016.
NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (46, CDU) sprach am Donnerstag bei einem Gedenken des Düsseldorfer Landtags über den Anschlag aus dem Jahre 2016.  © David Young/dpa

Er bitte alle Opfer sowie Angehörigen und Verletzten im Namen des Landes Nordrhein-Westfalen um Verzeihung, sagte Wüst am Donnerstag bei einem Gedenken des Düsseldorfer Landtags.

"Sie können sicher sein, dass wir alles dafür tun werden, dass sich solche Anschläge nicht wiederholen werden."

Bei dem Attentat sowie davor und danach waren im Zusammenhang mit der Tat insgesamt 13 Menschen ums Leben gekommen - zwei von ihnen kamen aus NRW.

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Angehörige saßen am letzten regulären Plenartag dieses Jahres auf der Besuchertribüne und verfolgten das Gedenken.

"Es ist eine bittere Wahrheit, dass es Fehler gegeben hat, Fehler auch im Verantwortungsbereich von Behörden innerhalb unseres Landes", sagte Wüst, der sich zuvor im Landtag mit Angehörigen ausgetauscht hatte.

"Es ist nicht gelungen, den Attentäter außer Landes zu bringen oder vor der Tat festzusetzen."

Jedes Jahr liegen Rosen und Kerzen auf dem Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz auf dem Mahnmal für die Opfer des Attentats vom 19. Dezember 2016.
Jedes Jahr liegen Rosen und Kerzen auf dem Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz auf dem Mahnmal für die Opfer des Attentats vom 19. Dezember 2016.  © Christoph Soeder/dpa

Schwer verletztes Opfer aus NRW starb erst vor zwei Monaten

Ein abgelehnter tunesischer Asylbewerber hatte am 19. Dezember 2016 in Berlin einen polnischen Lastwagenfahrer erschossen, war anschließend mit dessen Fahrzeug über den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz gerast und hatte dabei elf weitere Menschen getötet sowie Dutzende Verletzte.

Ein 13. Opfer - ein schwer verletzter Ersthelfer aus NRW - war vor zwei Monaten gestorben.

Dem Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat, Anis Amri (†24), war zunächst die Flucht nach Italien gelungen, wo er bei einer Polizeikontrolle erschossen wurde.

Titelfoto: Bildmontage: Christoph Soeder/dpa, David Young/dpa

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