Ministerpräsident Wüst kritisiert Stadt: Kontrollen an Karneval viel zu lasch!

Köln - Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst (46, CDU) hat Köln zu nachlässige Kontrollen der Corona-Regeln beim Karnevalsauftakt vorgeworfen.

Nach dem Karnevalsauftakt in Köln hat NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (46, CDU) der Stadt nachlässige Kontrollen der Corona-Regeln vorgeworfen.
Nach dem Karnevalsauftakt in Köln hat NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (46, CDU) der Stadt nachlässige Kontrollen der Corona-Regeln vorgeworfen.

"Wir haben noch im Vorfeld gemeinsam mit der Stadt die Regeln verschärft. Zur Vorsicht gehört, dass die notwendigen Regeln auch konsequent umgesetzt und auch kontrolliert werden", sagte Wüst dem Nachrichtenmagazin Spiegel. "Das ist leider nicht überall erfolgt."

Nur mithilfe von Konsequenzen könnten Schutzkonzepte gegen Corona funktionieren. Es reiche nicht, eine 2G-Regel "zu proklamieren", sagte Wüst. Die Vorschrift, die nur Geimpften und Genesenen Zutritt gewährt, müsse auch kontrolliert werden.

In Köln hatten am 11.11. Tausende Menschen den Beginn der Karnevalssaison gefeiert. Bilder und Videos von dicht bevölkerten Party-Hotspots führten zu vielen kritischen Kommentaren. Es sei unverantwortlich, trotz der hohen Corona-Inzidenzen derart eng beieinander zu feiern, lautet der Vorwurf.

Zum Karnevalsauftakt waren im Zülpicher Viertel in Köln etliche junge Menschen zusammengekommen, um zu feiern.
Zum Karnevalsauftakt waren im Zülpicher Viertel in Köln etliche junge Menschen zusammengekommen, um zu feiern.  © Henning Kaiser/dpa

Köln hatte für den Tag die Feierzonen abgesperrt und unter die 2G-Regel gestellt. Das heißt: Dort mitfeiern sollten nur Geimpfte und Genesene.

Titelfoto: Wolfgang Kumm/dpa, Henning Kaiser/dpa (Bildmontage)

Mehr zum Thema Hendrik Wüst: