NRW-Ministerpräsident Wüst zu Impfpflicht: Strafen am Ende "der richtige Weg"!

Düsseldorf - NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (46, CDU) hofft weiter auf Einsicht bei bisher nicht gegen das Coronavirus geimpften Personen.

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (46, CDU)hält Bußgelder im Zusammenhang mit der Impfpflicht für angemessen.
NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (46, CDU)hält Bußgelder im Zusammenhang mit der Impfpflicht für angemessen.  © David Young/dpa

Jeden Tag komme es noch zu neuen Erstimpfungen, sagte der derzeitige Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz am Donnerstag im ZDF-Morgenmagazin.

Die sich weiter verschärfende Lage und die Debatte bringe "den ein oder anderen doch noch zur Vernunft", das müsse man anerkennen, meinte Wüst kurz vor der Bund-Länder-Runde zu schärferen Corona-Maßnahmen.

"Wir reden jetzt von einer Impfpflicht, nicht von einem Impfzwang", sagte Wüst. "Das heißt aber am Ende auch, dass das Bußgeld bewährt ist, dass man Strafen zahlen muss, wenn man sich nicht dran hält, das kennen wir auch bei anderen Pflichten in unserem Land. Und das ist, glaube ich, der richtige Weg."

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In der Sendung "Frühstart" von RTL/ntv räumte Wüst bei der Haltung der Politik zur Impfpflicht eine Art Wortbruch ein. "Man kann das Wort nicht halten, was man gegeben hat. Es waren auch Versprechen, die gegeben worden sind vor dem Hintergrund, dass man geglaubt hat, es würden sich alle impfen lassen. Das ist nicht passiert." Nun müsse man mit dieser Situation umgehen.

Das Impfangebot sei stark ausgeweitet worden. So sei Köln von einer Kapazität von früher 3000 Impfungen täglich nun auf dem Weg "in Richtung 15.000 Impfungen" pro Tag. Im Land werde "eine ganze Menge mehr gemacht als noch vor einigen Wochen".

Titelfoto: David Young/dpa

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