Wüst fordert Impfpflicht ab 18 Jahren und Booster

Düsseldorf - Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst (46, CDU) hat die Forderung nach einer Impfpflicht ab 18 bekräftigt.

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst (46, CDU).
Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst (46, CDU).  © Oliver Berg/dpa

Wenige Stunden vor den Bund-Länder-Beratungen über den weiteren Kurs in der Corona-Politik sagte der CDU-Politiker am Montag in Düsseldorf, bei den Älteren sei die Impfquote etwa in NRW schon sehr hoch.

Deshalb sei es wichtig, "dort anzusetzen, wo wir noch nicht so stark durchimpft sind. Für mich wäre eine Impfpflicht ab 18 richtig."

Wüst plädierte außerdem mit Blick auf die anstehenden Beratungen dafür, "heute schon" einen Weg zurück in die Normalität vorzubereiten.

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Für die Zeit, wenn sicher sei, dass das Gesundheitssystem durch Omikron nicht überlastet werde und die kritische Infrastruktur stabil bleibe, müsse eine klare Exit-Strategie vorbereitet werden.

"Die Menschen haben sich das verdient", sagte er.

Wüst wirbt für Booster und Impfung

Im ZDF-Morgenmagazin verteidigte Wüst die Entscheidung, dass Geboosterte trotz möglicher Impfdurchbrüche bei Anwendung der 2G-plus-Regel keinen aktuellen Test vorweisen müssen.

Die Betroffenen seien in der Regel sehr wenig infektiös und stellten für andere keine Gefahr dar. Der Schritt sei außerdem "ein Anreiz für das Boostern".

Denn das Impfen sei der Weg raus aus der Krise, zurück zur Normalität. "Wir kommen nur raus aus den ständigen Wiederholungen von Lockdown und Lockerung, wenn mehr Menschen geimpft sind."

Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Thomas Kutschaty (53), der auch NRW-SPD-Chef ist, erwartet von der Ministerpräsidentenkonferenz am heutigen Montag derweil eine klare Ansage, dass eine vierte Corona-Impfung derzeit nicht nötig ist.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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