Karl Lauterbach: "Impfverweigerer gefährden ihr eigenes und unser Leben"

Köln - Gesundheitsexperte und SPD-Politiker Karl Lauterbach (58) bezieht in der Corona-Pandemie regelmäßig klar Stellung und untermauert seine Meinung mit wissenschaftlichen Fakten. Jetzt teilte er mal wieder gegen Menschen aus, die sich nicht gegen das lebensgefährliche Coronavirus impfen lassen wollen.

Karl Lauterbach (58, SPD) ermahnt die Impfverweigerer mit drastischen Worten.
Karl Lauterbach (58, SPD) ermahnt die Impfverweigerer mit drastischen Worten.  © Oliver Berg/dpa

Per Twitter urteilte Lauterbach: "Wahrheit ist: Impfverweigerer gefährden ihr eigenes und unser Leben."

Er schrieb dazu, dass sich Menschen, die eine Impfung verweigern, häufig im Recht und teils sogar als verfolgte "Andersdenkende" fühlen würden.

Der SPD-Politiker selbst versucht dagegen, nicht nur mit Gefühlen, sondern mit wissenschaftlichen Fakten zu argumentieren.

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Der 58 Jahre alte Gesundheitsexperte, der selbst häufig bedroht und beleidigt wird, verwies außerdem auf die schlimme Lage in anderen Ländern. Mit Blick auf die vielen Covid-Toten in den USA schrieb er: "Wie traurig das ist. Auch Biden gelingt es nicht, das Sterben an Covid in den USA zu stoppen. Erschreckend ist, wie jung die Opfer sind.

Er hielt fest: "Die Tragödie zeigt die Wirkung der Medien und der sozialen Medien. Dort wurde die Schlacht der Vernunft gegen die Ideologie schon früh verloren."

Doch viele Impfgegner glauben offenbar dennoch, dass sie die größten Opfer bei alldem seien. So antwortete ein User auf Lauterbach: "Nein! Sie haben die Spaltung, Hass, Hetze mit vorangetrieben. Anstatt mit Aufklärung wollen sie knapp 30 Millionen Menschen einsperren. Kein Wunder, dass die Impfung stockt. Die Leute werden skeptischer."

Lauterbach zeigt auf Portugal: "Davon kann man lernen"

Neben dem Impfen sprach sich der Politiker für Masken in Schulen aus. Via Twitter verwies er auf US-Studien, die belegten, dass Mund-Nase-Bedeckungen im Unterricht das Infektionsrisiko deutlich senkten. Ohne Masken müsse daher viel mehr getestet werden.

"Meines Erachtens muss dreimal pro Woche in der Klasse getestet werden, will man auf Maske verzichten."

Sein jüngster Verweis ins Ausland richtete den Blick nach Portugal. Er schrieb am Sonntag per Twitter: "In Portugal sind 98 Prozent der über 12-Jährigen geimpft. Dieser fantastische Erfolg geht zurück auf eine fast militärisch organisierte Impfkampagne und eine sehr offensive Aufklärung zu Wirkung und Nebenwirkungen der Impfung."

Lauterbach meint: "Davon kann man lernen."

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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