Karl Lauterbach rechnet nach dem 11.11. mit Köln ab: "Verantwortungslos und unprofessionell"

Köln – Deutliche Worte vom Bundesgesundheitsminister: Karl Lauterbach (SPD, 59) hat der Stadt Köln schwere Versäumnisse bei der Organisation des Karnevalsauftakts am 11.11. vorgeworfen.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD, 59) hat die Organisation des 11.11. in Köln kritisiert.
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD, 59) hat die Organisation des 11.11. in Köln kritisiert.  © Roberto Pfeil/dpa

"Ich bin entsetzt darüber, wie verantwortungslos und unprofessionell die Stadt Köln mit dem Infektionsschutz im Straßenkarneval umgegangen ist", zitierte der "Kölner Stadt-Anzeiger" den SPD-Politiker.

In den Partyzonen seien die jungen Leute "komplett unkontrolliert zusammengekommen, als ob es Corona nicht geben würde", bemängelte Lauterbach.

"Falls wir jetzt in NRW stark ansteigende Fallzahlen bekommen, geht das auch auf die Kappe der Stadt Köln."

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In den Augen des Ministers hätte schon ein umfassendes Testangebot für eine deutliche Verbesserung der Lage sorgen können. "Ein Test ist mittlerweile billiger als das Kölsch in vielen Kneipen. Ich bin mir sicher, dass ein Testangebot gut angenommen worden wäre", sagte Lauterbach der Zeitung.

Auf der Zülpicher Straße in der Kölner Innenstadt hatte es zum Karnevalsauftakt einen riesigen Massenansturm gegeben.
Auf der Zülpicher Straße in der Kölner Innenstadt hatte es zum Karnevalsauftakt einen riesigen Massenansturm gegeben.  © Thomas Banneyer/dpa

Zuletzt hatte sich unter anderem auch Andreas Hupke (Grüne, 72) der Bezirksbürgermeister der Kölner Innenstadt, schockiert über die Geschehnisse am Sessionsauftakt geäußert.

Titelfoto: Montage: Thomas Banneyer/dpa, Roberto Pfeil/dpa

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