Lauterbach sieht "keinen anderen Weg als Ausgangssperre ab 20 Uhr"

Berlin - Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (58) hat sich angesichts geplanter Lockerungen im Saarland und der gekippten Osterruhe für strenge Corona-Regeln ausgesprochen.

Karl Lauterbach (58, SPD) fordert dringend neue Ausgangsbeschränkungen für ganz Deutschland.
Karl Lauterbach (58, SPD) fordert dringend neue Ausgangsbeschränkungen für ganz Deutschland.  © Kay Nietfeld/dpa

"Ich sehe keinen anderen Weg, als hier mit einer Ausgangssperre ab 20 Uhr zu arbeiten, zumindest für eine befristete Zeit für zwei Wochen", sagte er am Donnerstag im ARD-"Mittagsmagazin".

Wichtig ist nach seiner Einschätzung, vor Lockerungen zunächst Stabilität ins Infektionsgeschehen zu bekommen.

Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) hatte am Mittwoch überraschend die erst kurz zuvor beschlossene Regelung zur Osterruhe gekippt und sich bei der Bevölkerung entschuldigt.

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Das Saarland plant nach Ostern weite Teile des öffentlichen Lebens wieder hochzufahren. Doch nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Donnerstag steigen die Neuinfektionszahlen bundesweit immer weiter.

Neben Ausgangsbeschränkungen forderte Lauterbach, das Angebot an Corona-Tests auch in Betrieben auszubauen. "Sonst verlieren wir weitere zwei Wochen und haben dann Fallzahlen Mitte oder Ende April um 200 oder 300 pro Tag und das ist sehr schwer zu stoppen."

Titelfoto: Kay Nietfeld/dpa

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