"Mörder": Nächtliche Farb-Attacke auf Karl Lauterbachs Büro in Köln

Köln – Das Kölner Wahlkreisbüro des neuen Bundesgesundheitsministers Karl Lauterbach (58, SPD) ist in der Nacht zu Freitag mit Parolen besprüht worden, die offenbar im Zusammenhang mit den Corona-Impfungen stehen.

Gegner von Karl Lauterbach (58, SPD) haben in der Nacht dessen Wahlkreisbüro in Köln beschmiert.
Gegner von Karl Lauterbach (58, SPD) haben in der Nacht dessen Wahlkreisbüro in Köln beschmiert.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Wie eine Polizeisprecherin der Deutschen Presse-Agentur sagte, schmierten Unbekannte unter anderem "Krankheitsminister", "Mörder", "Psycho Lauterbach" sowie "Hände weg von unseren Kindern" an das Büro. Auch ein Anarchiezeichen prangte auf der Hauswand.

Der Staatsschutz habe die Ermittlungen aufgenommen. Hinweise von Zeugen werden unter der Rufnummer 0221 229-0 entgegen genommen.

Lauterbach selbst hatte den Vorgang am Freitag einem Interview mit "BILD Live" öffentlich gemacht. Auch seine Privatwohnung sei schon öfter von Impfgegnern aufgesucht worden, so Lauterbach.

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Zuletzt hatten vergangenen Freitag vier Menschen eine unerlaubte Demo vor Lauterbachs Wohnung in Köln abgehalten.

Die Polizei hatte den Impfgegnern Platzverweise erteilt und Anzeigen wegen einer unangemeldeten Versammlung geschrieben.

Der Staatsschutz habe die Ermittlungen aufgenommen.
Der Staatsschutz habe die Ermittlungen aufgenommen.  © Federico Gambarini/dpa
Am Wahlkreisbüro von Karl Lauterbach (57, SPD) prangt das Wort "Mörder".
Am Wahlkreisbüro von Karl Lauterbach (57, SPD) prangt das Wort "Mörder".  © Federico Gambarini/dpa

Der bisherige SPD-Abgeordnete und Gesundheitsexperte Lauterbach hatte erst am Mittwoch seinen Amtseid als Gesundheitsminister abgelegt.

Titelfoto: Montage: Federico Gambarini/dpa, Bernd von Jutrczenka/dpa

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