Nach Corona-Todes-Drama in Pflegeheim: Karl Lauterbach zeigt sich entsetzt

Rudolstadt - Der Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (58, SPD) hat fassungslos auf die Todesfälle in einem Pflegeheim in Rudolstadt (Landkreis Saalfeld-Rudolstadt) reagiert.

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (58) hat die Todesfälle in Thüringer Pflegeheimen als "unverzeihlich" bezeichnet.
Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (58) hat die Todesfälle in Thüringer Pflegeheimen als "unverzeihlich" bezeichnet.  © Kay Nietfeld/dpa

Bei 14 der 18 gestorbenen Personen bestand kein vollständiger Impfschutz. "Das ist traurig und das Ende von völliger Unvernunft", sagte der SPD-Politiker am Freitag dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Offenbar sei weder den Angehörigen noch der Heimleitung ausreichend bewusst gewesen, dass sie Leben auf Spiel setzten. "Das ist unverzeihlich." Er könne nur appellieren, Impfmöglichkeiten zu nutzen, um solche Fälle künftig zu verhindern, so Lauterbach weiter.

Auch der scheidende Ostbeauftragte der Bundesregierung, Marco Wanderwitz (46, CDU), zeigte sich schockiert: "Das macht ein Stück weit sprachlos. Impfen hilft zumindest gegen schwere Verläufe. Man kann das nur immer wieder wiederholen. Mehr nicht", erklärte der dem RND.

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Nur eine der gestorbenen Personen hatte auch die dritte Impfung erhalten, drei weitere waren doppelt geimpft.

Von 141 Heimbewohnern war nach Angaben des Landratsamts rund ein Drittel nicht geimpft.

Titelfoto: Kay Nietfeld/dpa

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