"Nichts Gutes": Karl Lauterbach wegen Corona-Lage in großer Sorge

Köln/Leverkusen - Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (58, SPD) sieht angesichts der angespannten Corona-Lage größeren Weihnachtsfeiern mit Sorge entgegen.

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (58) schlägt strengere 2G-Regeln für Restaurants, Kinos und andere Einrichtungen vor.
Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (58) schlägt strengere 2G-Regeln für Restaurants, Kinos und andere Einrichtungen vor.  © Rolf Vennenbernd/dpa

"Obwohl bereits viele Menschen geimpft sind, kann es immer noch zu einer Überlastung der Krankenhäuser kommen. Erste Intensivstationen sind bereits am Limit", sagte er der Rheinischen Post (Mittwoch).

"Für geselliges Beisammensein in der Vorweihnachtszeit bedeutet das nichts Gutes."

Deswegen sollten seiner Meinung nach jetzt Restaurants, Kinos und andere Einrichtungen strenge 2G-Vorschriften (Zugang für Geimpfte und Genesene) durchsetzen und die Bundesländer rasch die Auffrischungsimpfung für Ältere ermöglichen.

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"Nur dann wären Menschenansammlungen bei Weihnachtsfeiern mit vielen Mitarbeitern vertretbar", sagte Lauterbach.

Bei den Auffrischungsimpfungen sollten zuerst die Menschen über 70 dran sein, genauso wie Menschen mit Vorerkrankungen oder Mitarbeiter aus dem Gesundheitssektor.

Wert der Corona-Neuinfektionen in Deutschland liegt bei 146,6

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Mittwochmorgen mit 146,6 an. Am Vortag hatte der Wert bei 153,7 gelegen, vor einer Woche bei 118,0.

Wegen des Feiertags Allerheiligen in fünf Bundesländern wurden zuletzt womöglich weniger Infektionen gemeldet.

In den Tagen davor war die Inzidenz stets merklich gestiegen - das aber mit etwa gleichbleibender, nicht zunehmender Dynamik. Weitere mögliche Gründe für die sinkenden Neuinfektionszahlen nannte das RKI zunächst nicht.

Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

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