Karl Lauterbach für Schüler-Impfung! Er sorgt sich um unsere Kinder wegen Corona

Köln - Gesundheitspolitiker und Mediziner Karl Lauterbach (58, SPD) sorgt sich um Deutschlands Kinder in den Schulen. Die Corona-Pandemie sei wegen der Delta-Variante noch lange nicht überstanden und im Herbst drohe erneut eine große Ansteckungsgefahr.

Karl Lauterbach (59, SPD) ist Mediziner und Politiker.
Karl Lauterbach (59, SPD) ist Mediziner und Politiker.  © Oliver Berg/dpa

Per Twitter warnte er am Samtag eindringlich. "Im Herbst dürfen wir nicht wieder unvorbereitet die Schule starten."

Aus Sicht des SPD-Gesundheitspolitikers und studierten Mediziners gebe es nur drei Möglichkeiten, wie wieder Kinder in die Schulen gelassen werden.

Die Optionen aus seiner Sicht: "1) Normaler Unterricht und sehr viele Kinder infizieren sich. 2) Wieder Wechselunterricht und Maske. 3) Kinder werden geimpft. Aus meiner Sicht ist Covid gefährlicher als Impfung."

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Damit befürwortet der Medizinexperte eine Impfung von Schülern gegen das gefährliche Coronavirus.

Aktuell ist jedoch nur der von BioNTech/Pfizer entwickelte mRNA-Impfstoff Comirnaty von der Europäischen Arzneimittelbehörde für Jugendliche ab 12 Jahren freigegeben.

Die Ständige Impfkommission des Robert-Koch-Instituts rät aber bislang nicht zur Impfung aller Jugendlichen in Deutschland.

Virologe Drosten zeigt steigende Corona-Infektionen bei Schülern

Christian Drosten (49), Virologe und Direktor des Instituts für Virologie an der Charité in Berlin.
Christian Drosten (49), Virologe und Direktor des Instituts für Virologie an der Charité in Berlin.  © Kay Nietfeld/dpa

Die Experten empfehlen die Impfung bislang nur für Jugendliche mit bestimmten Vorerkrankungen und zwei weitere Gruppen.

Dazu gehören Jugendliche im Umfeld von gefährdeten Personen, die sich selbst nicht schützen können.

Eine dritte Gruppe sind Jugendliche, die aufgrund einer möglichen Arbeit ein Risiko für eine Corona-Ansteckung haben.

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Karl Lauterbach legt sich damit als Mediziner und Politiker in seinem Tweet fest: Er sieht die Notwendigkeit, Schüler ab 12 Jahren gegen das Coronavirus zu impfen und so besser zu schützen.

Der Virologe Christian Drosten (49) hatte am Samstag zuvor Daten getwittert, die steigende Corona-Zahlen bei Schülern in England aufzeigten.

Er kommentierte die Daten: "Auch in England sind zum Glück bald Sommerferien. Aber der Schulbetrieb im Herbst braucht höchste Aufmerksamkeit."

Noch steht nur der Impfstoff von Biontech/Pfizer für Schüler zur Verfügung. Andere Impfstoffe für Kinder und Jugendliche befinden sich derzeit noch in der klinischen Prüfung und sind noch nicht freigegeben.

Titelfoto: Oliver Berg/dpa

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