"Wir wollen Karl": Twitter-Nutzer fordern SPD-Politiker Karl Lauterbach als Gesundheitsminister

Leverkusen/Berlin – In Berlin machen angebliche Ampel-Papiere mit Minister-Posten die Runde. So will die FDP anscheinend den Bundesgesundheitsminister stellen. Bei Twitter verbreitet sich nun aber ein Hashtag, der SPD-Politiker Karl Lauterbach (58) als Nachfolger von Jens Spahn (41) fordert.

Karl Lauterbach (58, SPD) wurde insbesondere in den vergangenen zwei Jahren oft als Gesundheitsexperte herangezogen.
Karl Lauterbach (58, SPD) wurde insbesondere in den vergangenen zwei Jahren oft als Gesundheitsexperte herangezogen.  © Kay Nietfeld/dpa

Wer wird was in der wahrscheinlich kommenden Ampelregierung aus SPD, Grünen und FDP? Eine Frage, die sich nun aktueller denn je gestaltet. Viele Posten müssen in der aktuellen Krise weise und nachhaltig besetzt werden.

Wie so oft üblich werden nach jeder Wahl mutmaßliche Kabinettslisten herumgereicht, neu zusammengesetzt und debattiert. Da nun in der letzten vollständigen November-Woche ein Koalitionsvertrag angekündigt wird, sollten bis dahin bestenfalls die Minister-Posten vergeben sein.

An der Echtheit dieser Listen lässt sich allerdings zweifeln. Sobald solch eine Liste jedoch an die Öffentlichkeit gerät, wird sie heiß diskutiert. Demnach will die FDP angeblich den neuen Bundesgesundheitsminister stellen. Michael Theurer (54) sei der Wunschkandidat. Seit 2013 ist er Vorsitzender der FDP in Baden-Württemberg und seit 2017 Mitglied im Deutschen Bundestag.

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Bisher wurde angenommen, dass SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach den CDU-Mann Jens Spahn ablösen könnte. Es existiert jedoch auch die Theorie, dass Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (63, SPD) Nachfolgerin Spahns werden könnte.

Twitter-Nutzer fordern Karl Lauterbach als Spahn-Nachfolger

Gerüchten zufolge soll Michael Theurer (54) von der FDP neuer Bundesgesundheitsminister werden.
Gerüchten zufolge soll Michael Theurer (54) von der FDP neuer Bundesgesundheitsminister werden.  © Kay Nietfeld/dpa

Bei vielen Twitter-Nutzern sorgt das aktuell für großen Unmut. Sie wollen keinen studierten Volkswirt als Gesundheitsminister, sondern einen Mann vom Fach.

Theurer wurde 2017 in den 19. Bundestag gewählt. Als stellvertretendes Mitglied saß er im Ausschuss für Gesundheit, im Ausschuss für Arbeit und Soziales, im Ausschuss für Tourismus, im Gemeinsamen Ausschuss sowie im Ausschuss für Wirtschaft und Energie. Für viele hat er damit zu wenig Erfahrung im Gesundheitswesen.

Karl Lauterbach bringt für die Initiatoren des Hashtags "#wirwollenKarl" hingegen deutlich mehr Wissen mit ins Rennen. In den vergangenen zwei Jahren sah man den 58-Jährigen regelmäßig in verschiedenen Talkshows. Laut Statista, einem Online-Portal für Statistik und Meinungsforschung, war Lauterbach der am häufigsten eingeladene Gast zum Thema Corona.

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Darüber hinaus äußert sich der Mediziner und Gesundheitsökonom im Bundestag und auch auf sozialen Netzwerken wie Twitter oft kritisch zu den aktuellen Corona-Maßnahmen und den Entwicklungen.

Twitter-Nutzer argumentieren für Karl Lauterbach

Es gibt auch kritische Stimmen, die Lauterbach absolut nicht als Gesundheitsminister sehen wollen. Was ihre Gründe dafür sind, erläutern sie allerdings nicht.

Titelfoto: Kay Nietfeld/dpa

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