CSU-Chef Markus Söder legt im Streit mit SPD um historische Rolle der Partei nach

München - Markus Söder (54, CSU) hat im Streit mit der SPD um die historische Rolle der Sozialdemokraten nachgelegt.

Markus Söder (54, CSU) hat im Streit mit der SPD um die historische Rolle der Sozialdemokraten deutlich nachgelegt.
Markus Söder (54, CSU) hat im Streit mit der SPD um die historische Rolle der Sozialdemokraten deutlich nachgelegt.  © Daniel Karmann/dpa

"Fakt ist: Ob Westbindung, Eintritt in die Nato und die Gründung der Bundeswehr unter Konrad Adenauer (†91) und Franz Josef Strauß (†73) war die SPD dagegen", erklärte der Ministerpräsident Bayerns gegenüber der Augsburger Allgemeinen.

"Auch bei der Deutschen Einheit lag Oskar Lafontaine (77) völlig daneben", erklärte Söder.

Und schließlich sei die SPD gegen den Stabilitätspakt gewesen und habe stattdessen eine Schuldenunion in Europa gefordert. "Insofern ist an der These eine Menge Wahres."

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Unionskanzlerkandidat Armin Laschet (60, CDU) hatte der SPD am Samstagmittag auf dem CSU-Parteitag in Nürnberg im Zusammenhang mit der Wirtschafts- und Finanzpolitik vorgehalten, "immer auf der falschen Seite" gestanden zu haben.

Söder wies die Kritik der SPD an Laschets Aussage zurück. "Da reagiert die SPD schon sehr dünnhäutig." Die Partei habe den Satz zudem entsprechend verkürzt wiedergegeben. "Das hat mit sauberem Wahlkampf nichts zu tun."

Die SPD hatte unter anderem gefragt, ob Laschet mit seinem Urteil auch die Ostpolitik Willy Brandts (†78) meine oder das Nein Gerhard Schröders (77) zum Irak-Krieg. Söder sagte, die Sozialdemokraten hätten historische Verdienste: "Die große moralische Leistung der SPD - und die bleibt unbestritten - ist, dass sie sich in der Zeit des Nationalsozialismus ehrbar und klar positioniert hat und dadurch das demokratische Rückgrat der Demokratie repräsentiert hat."

Titelfoto: Daniel Karmann/dpa

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