CSU startet mit Markus Söders Stadiontour ihren eigenen Wahlkampf

Unterschleißheim - Unter denkbar schlechten Voraussetzungen startet die CSU an diesem Dienstagabend in ihren Bundestagswahlkampf in Bayern.

CSU-Chef Markus Söder (54) steht im Fokus.
CSU-Chef Markus Söder (54) steht im Fokus.  © Michael Kappeler/dpa

Zum Auftakt der "Stadiontour" der Christsozialen um 18 Uhr in Unterschleißheim dürfte angesichts der schlechten Umfragewerte insbesondere die Frage im Raum stehen, inwiefern CSU-Chef Markus Söder (54) die Gelegenheit nutzt, um sich und seine Partei von der CDU um den gemeinsamen Kanzlerkandidaten Armin Laschet (60) abzugrenzen.

In den jüngsten Umfragen lag die Union - wenn überhaupt - nur noch knapp vor der SPD, in einer Umfrage gar mit ihr gleichauf mit gerade einmal 22 Prozent. 2017 hatte die Union noch 32,9 Prozent der Stimmen erhalten.

Die CSU liegt traditionell in Bayern zwar noch deutlich über dem bundesweiten Wert, allerdings sorgen auch hierzulande die Umfragewerte für wachsenden Verdruss und Kritik am Wahlkampf von CDU-Chef Laschet.

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Wegen der Corona-Pandemie verzichtet die CSU auf ihre klassischen Wahlkampfveranstaltungen und veranstaltet stattdessen eine Tour durch acht Stadien in Bayern. Dort sind aber auch nur wenige ausgewählte Parteimitglieder anwesend.

Bereits am vergangenen Wochenende hatten CDU und CSU im Berliner Tempodrom einen gemeinsamen Wahlkampfauftakt veranstaltet, bei dem auch Laschet, Söder und die scheidende Kanzlerin Angela Merkel (67, CDU) anwesend waren.

Söder hatte dort von allen in der Union, also auch Laschet, "endlich vernünftigen Wahlkampf" eingefordert. Zugleich hatte er aber auch betont, Laschet habe seine ehrliche Unterstützung.

Titelfoto: Michael Kappeler/dpa

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