Energie aus Griechenland? Söder reist mit Delegation nach Athen

München/Athen - Gemeinsam mit rund 50 Mitgliedern seiner Landtagsfraktion reist CSU-Chef und Ministerpräsident Markus Söder (55) am Mittwoch nach Griechenland.

Ministerpräsident Markus Söder (55) hofft in Griechenland neue Partner zur Stromversorgung zu finden.
Ministerpräsident Markus Söder (55) hofft in Griechenland neue Partner zur Stromversorgung zu finden.  © Jörg Koch/Bayeriches Finanzministerium/dpa

"Das Treffen mit dem griechischen Ministerpräsidenten ist für mich besonders wichtig. Ich kenne ihn seit langer Zeit", sagte Söder am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in München.

Neben den vielfältigen kulturellen und menschlichen Beziehungen wollen wir einen Energiedialog beginnen", betonte Söder.

Griechenland baue im Hafen von Alexandroupolis ein Flüssiggas-Terminal. "Möglicherweise gibt es gemeinsame Potenziale für erneuerbare Energien und für Flüssiggas, das dann über Pipelines auch in Bayern nutzbar wäre."

Bundeskanzler Scholz bezeichnet die AfD als "die Partei Russlands"
Olaf Scholz Bundeskanzler Scholz bezeichnet die AfD als "die Partei Russlands"

Söder betonte, dass angesichts der aktuellen Lage mit hohen Energiepreisen und Sorgen um die künftige Versorgungssicherheit "alle Optionen" genutzt werden müssten, um "Bayerns Südrouten" zu stärken.

"Alles, was südlich und südöstlich von Bayern liegt, ist relevant. Wir haben dabei eine Brückenfunktion für ganz Deutschland."

Bayern hat Brückenfunktion: Gemeinsame Energieprojekte mit anderen Ländern

Generell sei für ihn wichtig: "Für eine sichere Energieversorgung müssen wir alle Potenziale nutzen." Das gelte auch für gemeinsame Energieprojekte mit anderen Ländern. "Es wäre beispielsweise auch überlegenswert, ob man einen gemeinsamen Solarpark für eine gemeinsame Stromproduktion auf den Weg bringen könnte", sagte Söder.

Neben Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis (54) am Donnerstag will die CSU-Fraktion auch Staatspräsidentin Katherina Sakellaropoulou (65) und Parlamentspräsident Konstantinos Tasoulas (62) treffen. Geplant ist bei der viertägigen Reise unter anderem auch ein Besuch des Flüchtlingslagers in Attica.

"Das Verhältnis zwischen Bayern und Griechenland war traditionell immer sehr gut", sagte Söder.

Während der Euro-Krise sei es zwar etwas herausgefordert gewesen, aber das habe sich wieder entspannt – "gerade auch, weil die neue Regierung einen soliden und seriösen Finanzkurs fährt".

Titelfoto: Jörg Koch/Bayeriches Finanzministerium/dpa

Mehr zum Thema Markus Söder: