Häme und Spott im Netz: Söder verteidigt G7-Empfang mit Blaskapelle

Elmau - Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (55) hat den Empfang für die G7-Staats- und Regierungschefs mit Trachtlern gegen viel Kritik, Spott und Häme etwa in sozialen Netzwerken verteidigt.

Alberto Angel Fernandez (63, vorne, l.), Präsident Argentiniens, Markus Söder (55, vorne, r., CSU), bayerischer Ministerpräsident und dessen Frau Karin (49, M.) stehen bei einem Empfang in der Residenz zusammen.
Alberto Angel Fernandez (63, vorne, l.), Präsident Argentiniens, Markus Söder (55, vorne, r., CSU), bayerischer Ministerpräsident und dessen Frau Karin (49, M.) stehen bei einem Empfang in der Residenz zusammen.  © Tobias Hase/dpa

"Zu Bayern gehört das einfach dazu: Modernität, aber auch Brauchtum", sagte der CSU-Chef am Montag in München.

"Das ist Teil unserer Lebenskultur." Söder fügte hinzu: "Mag sein, dass dem einen oder anderen das nicht so gefällt – also allen Gästen, die da waren, hat es super gefallen."

Er nannte unter anderem US-Präsident Joe Biden (79), der ebenfalls auf diese Weise am Münchner Flughafen begrüßt wurde.

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Söder verwies auf das Oktoberfest, wo vor Corona jedes Jahr sechs Millionen Menschen gekommen seien - dort habe sich auch niemand an den Menschen in Trachten gestört.

"Wenn man nach Bayern kommt, dann gehört das einfach dazu. Bayern ist ein bisschen anders als anderswo. Deshalb kommt man ja auch so gerne zu uns."

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Söder dankte ausdrücklich allen Trachtlern, Gebirgsschützen und Kapellen, die die G7-Chefs in den vergangenen Tagen Willkommen geheißen hätten.

"Wem es nicht gefällt, der klickt halt einfach was anderes an", empfahl er.

Titelfoto: Tobias Hase/dpa

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