Lockdown-Lockerung Mitte Februar? Markus Söder grätscht Aiwanger dazwischen!

München - Wann werden umfassendere Lockdown-Lockerungen in Bayern wieder möglich sein?

Markus Söder und Hubert Aiwanger sind beim Thema Lockerungen uneins. (Archiv)
Markus Söder und Hubert Aiwanger sind beim Thema Lockerungen uneins. (Archiv)  © Matthias Balk/dpa

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und sein Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) sind sich bei dieser Frage uneins.

Aiwanger nannte nach einer Kabinettssitzung am Mittwoch Mitte Februar als möglichen Zeitpunkt - Söder allerdings grätschte dazwischen.

"Der Wunsch nach Besserung ist bei uns allen in gleicher Form ausgeprägt. Die Einschätzung, wie schnell das geht, differenziert", sagte Söder.

Aiwanger rechnet nach eigenen Worten mit einem zügigen Sinken der Sieben-Tage-Inzidenz. "Ich gehe schon davon aus, wenn die Zahlen jetzt den Trend fortsetzen, den wir die letzten Tage gesehen haben, dass wir dann auch bayernweit unter 100 kommen und damit auch sehr viele Landkreise unter 50 sind", sagte er.

"Die Maßnahmen greifen jetzt, und die Impfungen in den Pflegeheimen werden ihre Wirkung zeigen."

Aiwanger betonte: "Damit wird automatisch der Ruf nach Lockerungen lauter und auch berechtigt."

Keine umfassenden Lockerungen bei Inzidenz unter 50? Söder warnt vor "Jojo-Effekt"

Zudem habe man nun die Kombination mit der FFP2-Maskenpflicht. "Dann bin ich durchaus der Meinung, das wir ab Mitte Februar im Bereich Schule, im Bereich Handel und vieles mehr deutliche Lockerungsschritte sehen werden."

Söder erwiderte: "Es gehört zum gewissen Ritual unserer gemeinsamen Zusammenarbeit, dass Hubert Zeitpunkte nennt - und wir dann gemeinsam entscheiden, wenn sie dann eintreten, nach dem jeweiligen Infektionsgeschehen."

Der CSU-Vorsitzende betonte: "Wir hoffen natürlich, dass die Zahlen deutlich runtergehen."

Sollten die Zahlen unter 50 sinken, dann werde man auf Bund-Länder-Ebene überlegen, wie man damit umgehe und in welchen Zeitachsen man welche Schritte gehe.

Söder warnte dabei aber erneut vor einem "Jojo-Effekt", wenn man zu schnell Maßnahmen lockere - und dann doch wieder verschärfen müsse.

Titelfoto: Matthias Balk/dpa

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