Markus Söder attackiert Ampel-Regierung, Grüne und Habeck

Augsburg - Mit scharfen Attacken auf die Ampel-Koalition in Berlin, vor allem auf die Grünen und Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (53), hat CSU-Chef Markus Söder (55) seinen Parteinachwuchs auf den bevorstehenden Landtagswahlkampf in Bayern eingeschworen.

Markus Söder, bayerischer Ministerpräsident (55, CSU), spricht bei der Landesversammlung der Jungen Union Bayern.
Markus Söder, bayerischer Ministerpräsident (55, CSU), spricht bei der Landesversammlung der Jungen Union Bayern.  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Die Grünen seien eine "Schönwetterpartei", sagte Söder am Sonntag auf einer Landesversammlung der Jungen Union (JU) in Augsburg und fügte hinzu: "Gott bewahre uns vor grünen Ministerpräsidenten in Bayern."

Konkret warf der bayerische Ministerpräsident insbesondere Habeck ein völlig unzureichendes Krisenmanagement vor.

Zudem hielt Söder dem Grünen-Minister vor, das Einmaleins der Ökonomie nicht zu beherrschen. "Eigentlich müsste ein solcher Minister ausgetauscht werden", sagte Söder. Das quittierten die JU-Delegierten in Augsburg mit "Habeck raus"-Rufen.

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Einer Koalition mit den Grünen in Bayern nach der Landtagswahl im Herbst 2023 erteilte Söder erneut eine Absage:

"Ich will kein Schwarz-Grün in Bayern, und mit mir wird es kein Schwarz-Grün geben."

Markus Söder fordert Deckel auch für Gas- und Spritpreis: "Warum können es die anderen Länder"?

Söder erneuerte zudem seine Forderung nach einer Begrenzung von Gas- und Spritpreisen. Es brauche zusätzliche Hilfe für die Bürgerinnen und Bürger, sagte der CSU-Vorsitzende. Dazu brauche es einen "Deckel" für den Gaspreis, und eine Begrenzung auch beim Sprit. "Warum können es die anderen Länder, und warum kann es Deutschland nicht?", fragte er.

Abgesehen davon sagte Söder, es brauche nun kein Klein-Klein, sondern, einen "richtigen, vernünftigen Rettungsschirm". "Schnell, direkt, praktisch", sagte er. Konkret sprach sich Söder zudem für einen Rettungsschirm auch für Stadtwerke und Sozialeinrichtungen aus.

Titelfoto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

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