Markus Söder fordert impfen, "wo es nur geht"

München/Dresden - Vor den Corona-Beratungen von Bund und Ländern am Mittwoch hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) seine Forderung nach einer Änderung der Impfreihenfolge bekräftigt.

Markus Söder (54, CSU), Ministerpräsident von Bayern, nimmt in der Staatskanzlei an einer Online-PK von Bayern und Sachsen zur Covid-19-Allianz der beiden Bundesländer teil.
Markus Söder (54, CSU), Ministerpräsident von Bayern, nimmt in der Staatskanzlei an einer Online-PK von Bayern und Sachsen zur Covid-19-Allianz der beiden Bundesländer teil.  © Peter Kneffel/dpa

Spätestes im April, wenn mehr Impfstoff komme, müsse jede Dose verabreicht werden, "wo es nur geht", sagte Söder am Montag bei einer Online-Pressekonferenz mit seinem sächsischen Kollegen Michael Kretschmer (CDU).

Deshalb müsse man "das System verändern": Der AstraZeneca-Impfstoff solle neben den Impfzentren auch von Hausärzten, Betriebsärzten und Schulärzten verabreicht werden. Es brauche deshalb eine schnelle Änderung der Impfverordnung des Bundes.

Söder regte etwa auch an, ältere Schüler vor den Abiturprüfungen zu impfen - das würde dort "ein hohes Maß an Sicherheit" bringen.

Und Kretschmer äußerte den Wunsch, der gesamten Bevölkerung über 18 Jahren in Hotspot-Regionen an der Grenze bald ein Impfangebot machen zu können. Neben den Kriterien der Ständigen Impfkommission müssten also weitere Kriterien dazukommen - auch darüber müsse man am Mittwoch reden.

Aus einer rechtlich fixierten Priorisierung könnte nach Worten Söders am Ende eine "Empfehlung" werden, die dann angewandt werde. "Nur so können wir den dramatischen Rückstand, den Deutschland beim Impfen hat, aufholen", sagte Söder. Hier müsse man besser werden.

Titelfoto: Peter Kneffel/dpa

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