Hartnäckige Gerüchte über Söders Ehefrau: FFP2-Maskenpflicht lässt Fake News aufleben

München - Ab Montag gilt in Bayern eine FFP2-Maskenpflicht in Bussen, Bahnen und Geschäften. Das sorgt für überhitzte Gemüter. Dabei schrecken die Gegner der bayerischen Corona-Politik auch nicht vor Falschmeldungen zurück, um Hass zu verbreiten.

Karin Baumüller-Söder (47, rechts) mit ihrem Mann Markus Söder (53, CSU).
Karin Baumüller-Söder (47, rechts) mit ihrem Mann Markus Söder (53, CSU).  © Daniel Karmann/dpa

Gezielt gestreute "Fake News" (engl. Falschmeldungen) werden in der Corona-Zeit immer wieder eingesetzt, um Bürger in zweifelhafte politische Lager zu ziehen.

Seit Beginn der Schutzmaßnahmen kursieren immer wieder Gerüchte im Zusammenhang mit Karin Baumüller-Söder (47).

Laut den Aussagen würde die Ehefrau von Ministerpräsidenten Markus Söder (53, CSU) an der Maskenpflicht verdienen.

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Mit der verschärften Maskenpflicht werden die Meldungen nun wieder aufgewärmt.

Doch dahinter verbirgt sich nichts als heiße Luft, wie auch der Generalsekretär der CSU, Markus Blume (45) kürzlich betonte.

"Klassische Hetze von @AfD und Querdenkern. Erneut werden üble Lügen verbreitet. Fakt ist: Die Baumüller Gruppe stellt weder Masken her noch verdient sie Geld damit", konterte Blume auf Twitter.

Falschmeldungen zur Maskenpflicht und Markus Söders Ehefrau

Der Hintergrund: Karin Baumüller-Söder gehört zusammen mit ihrem Bruder Andreas die Baumüller Gruppe in Nürnberg.

Das Unternehmen stellt elektrische Antriebs- und Automatisierungssysteme her - und keine Schutzmasken oder Mund-Nasen-Bedeckungen, wie auch ein Sprecher der Baumüller-Gruppe gegenüber dem Bayerischen Rundfunk bestätigte.

Zu Beginn der Pandemie, im April 2020 hatte das Unternehmen rund 200 "Face Shields" produziert. Inzwischen sind die Visiere in Bayern jedoch nicht mehr als Schutz zugelassen. Die Schilde wurden damals größtenteils gespendet und an Mitarbeiter verteilt. Die Baumüller-Gruppe verdient also nichts an Schutzmasken.

Bereits nach der ersten Welle an Fake News wollte der Ministerpräsident rechtliche Schritte gegen die Verbreitung überprüfen, berichtete der Donauskurier.

Titelfoto: Daniel Karmann/dpa

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