Vor Merz und Laschet: Bayerische Umfrage erklärt Söder zum besten Kanzlerkandidaten

München - Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) wäre für eine Mehrheit der bayerischen Bevölkerung der beste Kanzlerkandidat der Union. 

Armin Laschet (l, 59, CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen und Friedrich Merz (m, 64, CDU), ehemaliger Unions-Fraktionsvorsitzender, liegen hinter Markus Söder (53, CSU) zurück.
Armin Laschet (l, 59, CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen und Friedrich Merz (m, 64, CDU), ehemaliger Unions-Fraktionsvorsitzender, liegen hinter Markus Söder (53, CSU) zurück.  © Kay Nietfeld/dpa, Federico Gambarini/dpa,

57 Prozent der Befragten im am Dienstag veröffentlichten "17:30 SAT.1 Bayern Wählercheck" hielten ihn für geeignet. 

Damit liegt er bei den Bayern klar vor Friedrich Merz (37 Prozent), NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (33 Prozent) und Norbert Röttgen (13 Prozent), die alle um den Vorsitz in der Schwesterpartei CDU kämpfen.

Eine knappe Mehrheit der Bayern will der Studie zufolge, dass Söder nach Berlin geht: 46 Prozent sagen, er komme als Nachfolger von Angela Merkel (CDU) in Betracht, 44 Prozent wollen lieber, dass er in Bayern bleibt. 

Söder selbst hat immer wieder ausgeschlossen, als Kanzlerkandidat der Union anzutreten, und stets betont, sein Platz sei in Bayern und nicht in Berlin.

88 Prozent der Bayern halten Söder der Umfrage zufolge für einen guten Ministerpräsidenten, 78 Prozent sind mit der Arbeit der bayerischen Staatsregierung zufrieden. Über Bundeskanzlerin Merkel sagen das 57 Prozent der Bayern, über die Bundesregierung 51 Prozent.

Außerdem wächst die Zustimmung der bayerischen Bevölkerung zum Umgang mit der Corona-Krise. 44 Prozent sind laut Studie mit den Lockerungen zufrieden. Im Mai waren es nur 25 Prozent.

Die CSU kratzt außerdem nach wie vor an der absoluten Mehrheit und kommt in der Sonntagsfrage auf 48 Prozent der Stimmen, gefolgt von den Grünen mit 16 Prozent, der SPD mit 9 Prozent und den Freien Wählern mit 8 Prozent. 

Die AfD, die zu Beginn des Jahres noch 10 Prozent erreichte, kommt jetzt nur noch auf 6 Prozent, die FDP würde den Einzug in den Landtag mit 4 Prozent knapp verpassen, die Linke mit 3 Prozent etwas deutlicher. 

Titelfoto: Kay Nietfeld/dpa, Federico Gambarini/dpa,

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