Söder knallhart: "Müssen das ganze Land leider noch stärker herunterfahren"

Augsburg - Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) hat die künftige Bundesregierung zu drastischen Maßnahmen aufgefordert, um die vierte Corona-Welle zu brechen.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) hofft auf eine Bundesnotbremse.
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) hofft auf eine Bundesnotbremse.  © Daniel Karmann/dpa

"Zum Schutz unseres Gesundheitssystems müssen wir das ganze Land leider noch stärker herunterfahren", sagte Söder der "Augsburger Allgemeinen" (Montagsausgabe).

"Die Warnungen der Leopoldina sind ein Weckruf: Es braucht jetzt konsequente Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte, einen Lockdown für Hotspot-Regionen, Masken in allen Schulen und Fußballspiele ohne Zuschauer", fügte Söder hinzu.

"Jeder Tag des Wartens und Zögerns ist ein verlorener Tag. Ganz Deutschland steuert auf eine Notlage zu, die kommende Bundesregierung darf nicht länger tatenlos zuschauen."

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Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina hatte angesichts der stark steigenden Infektionszahlen sofortige umfassende Kontaktbeschränkungen empfohlen.

"Eine Bundesnotbremse muss noch in dieser Woche beschlossen werden", verlangte der CSU-Chef.

Forderung: Mehr Impfstoff, Entschädigungen für die Wirtschaft und eine Impfpflicht

"Wir benötigen wieder ein einheitliches Corona-Management für ganz Deutschland und keinen Flickenteppich. Deshalb brauchen wir schnellstmöglich eine Ministerpräsidentenkonferenz und ein neues Gesetz, das der dramatischen Situation gerecht wird - und endlich den neuen Bundesgesundheitsminister", sagte der bayerische Regierungschef.

Niemand könne derzeit abschätzen, wie sich die neue Omikron-Variante auswirken werde. "Deshalb müssen alle Flüge aus Südafrika gestoppt werden. Wir dürfen nichts ausschließen."

"Im Übrigen braucht es mehr Impfstoff für die Länder, umfangreiche Entschädigungen für die Wirtschaft wie im vergangenen Jahr und eine Impfpflicht für alle ab Januar. Das ist ein Notpaket für Deutschland", so Söder weiter.

Titelfoto: Daniel Karmann/dpa

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