Zum 100. Geburtstag von Sophie Scholl: Markus Söder kniet für Widerstandskämpferin

München - Am kommenden Sonntag würde eine der bekanntesten Widerstandskämpferinnen der deutschen Geschichte ihren 100. Geburtstag feiern: Sophia Magdalena "Sophie" Scholl.

Sophie Scholl (†21) gilt als eine der bekanntesten Widerstandskämpferinnen gegen das NS-Regime. (Archiv)
Sophie Scholl (†21) gilt als eine der bekanntesten Widerstandskämpferinnen gegen das NS-Regime. (Archiv)  © -/dpa

Jedoch wurde die junge Frau im Alter von 21 Jahren, am 22. Februar 1943, gemeinsam mit ihrem Bruder Hans zum Tode verurteilt und noch am gleichen Tag hingerichtet.

Ihr Name und der der Widerstandsgruppe "Weiße Rose" wurden zum Sinnbild für den Kampf gegen den Nationalsozialismus, Fremdenhass und Faschismus.

Am Freitag gedachte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) mit einer Kranzniederlegung in der Ludwig-Maximilians-Universität der Widerstandskämpferin. Sophie Scholl studierte selbst an der LMU Biologie und Philosophie; ihr Bruder Medizin.

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"Sophie Scholl ist eine junge deutsche Heldin für mich gewesen. Es ist total beeindruckend, wenn man noch mal überlegt, dass eine junge Frau, die ihr ganzes Leben vor sich hatte, bereit war, dieses Leben für Freiheit zu opfern, für ihre Haltung, für ihr Gewissen", so Söder im Anschluss an den Gedenkakt, zu dem er sich vor dem aufgestellten Kranz niederkniete.

Die Studentin sei heute eine "Botschafterin unserer Zeit", so der CSU-Chef weiter, und es dürfe nicht zugelassen werden, dass Rassismus und Hetze, Antisemitismus, sowie das Verrücken von Wahrheit und gezielten Falschmeldungen am Ende die Oberhand erlangen würden.

"Ein überragendes Beispiel" für Menschen mit Haltung

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) kniet in Gedenken an die Widerstandskämpferin Sophie Scholl.
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) kniet in Gedenken an die Widerstandskämpferin Sophie Scholl.  © Peter Kneffel/dpa Pool/dpa

Scholl sei "ein überragendes Beispiel" für Menschen mit Haltung, die sich gegen derartige Einflüsse stellen.

Entsprechend "schäbig" sei es laut Söder demnach, dass sogenannte Corona-Leugner und Gruppierungen aus dem rechten Spektrum die junge Frau für ihre Zwecke in Anspruch zu nehmen versuchten.

Und er betonte: "Wer sagt, wir leben in einer Corona-Diktatur, hat keine Ahnung, was eine Diktatur bedeutet."

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Sophie Scholl wurde für ihre Überzeugung und dem Kampf gegen das NS-Regime festgenommen, zwei Tage lang verhört, und weitere zwei Tage später enthauptet.

Aus ihren Verhörprotokollen ist zu entnehmen, dass sie versucht hatte, die Mitglieder der "Weißen Rose" vor einer Hinrichtung zu bewahren, indem sie sich und ihren Bruder als Hauptakteure inszenierte.

Beide starben zusammen mit ihrem Studienkollegen Christoph Probst am 22. Februar 1943 im Strafgefängnis München-Stadelheim.

Titelfoto: Peter Kneffel/dpa Pool/dpa

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