Söder watscht Grüne und Freie Wähler ab: Sie zu wählen "bringt überhaupt nichts"

Von Christoph Trost und Marco Hadem

Seeon - Rund zweieinhalb Monate vor der Bundestagswahl sieht CSU-Chef Markus Söder (54) die Union deutlich in Front vor den Grünen.

Markus Söder (54, CSU), Ministerpräsident von Bayern und CSU-Vorsitzender, glaubt nicht an die Führungsqualität der Grünen.
Markus Söder (54, CSU), Ministerpräsident von Bayern und CSU-Vorsitzender, glaubt nicht an die Führungsqualität der Grünen.  © Sven Hoppe/dpa

Der Kampf um Platz eins habe sich "sortiert", die Grünen seien hier "doch deutlich zurückgefallen", sagte Söder am Mittwoch zum Auftakt der Klausur der Bundestags-CSU im oberbayerischen Kloster Seeon.

"Ich glaube im Endeffekt auch, dass die Grünen an einigen Stellen einfach noch nicht bereit sind, Deutschland zu führen", fügte er hinzu. Das merke man auch am Rückfall in "alte ideologische Positionen".

Gleichzeitig betonte Söder: "Das läuft jetzt nicht von selbst bis zum Wahltag." Nach wie vor gebe es die Möglichkeit anderer Konstellationen und Koalitionen.

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Deshalb sei das Ziel eine "maximale Mobilisierung bürgerlicher Stimmen bei der Union". Es dürfe "keine Zufallsausweichprozesse" etwa Richtung FDP geben. Und mit Blick auf die Freien Wähler, die auch auf einen Bundestagseinzug hoffen, sagte Söder: "Das bringt überhaupt nichts, die Freien Wähler zu unterstützen, das ist eine verlorene Stimme."

Wer die Freien Wähler wähle, der müsse damit rechnen, dass am Ende doch die Grünen ins Kanzleramt kämen, "mit einer ganz knappen Ampel-Mehrheit".

Mit Blick auf die Unions-Umfragewerte sagte Söder, es sei "noch Luft nach oben".

"Es ist eine sehr gute Entwicklung, aber sie darf jetzt nicht stagnieren. Sie muss weitergehen. Der Aufwärtstrend muss sich fortsetzen. Den müssen wir jetzt - nach den Fehlern der vergangenen Wochen der Grünen - mit eigener Leistung, mit eigenen Ideen, mit eigenem Antrieb, mit eigenem Schwung manifestieren."

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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