Unmut über Markus Söders harten Corona-Kurs wächst: Frauen-Union macht Druck!

München - Die Frauen-Union in Bayern fordert von Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) eine rasche Öffnung der Schulen - für Präsenzunterricht aller Abschlussklassen, aber auch für Wechselunterricht aller anderen Jahrgangsstufen.

Markus Söder (54, CSU) hält bislang an seinem strengen Corona-Kurs fest.
Markus Söder (54, CSU) hält bislang an seinem strengen Corona-Kurs fest.  © Peter Kneffel/dpa

Damit erhöht sich der Druck auf den CSU-Chef, der die anhaltenden Schulschließungen im Freistaat wegen der großen Sorge vor dem mutierten Coronavirus zuletzt verteidigt hatte.

Die Forderung geht aus einem am Samstag verbreiteten Positionspapier der Frauen-Union hervor, das eine schnelle Rückkehr in die Schulen allerdings unter der Einhaltung strenger Schutz- und Hygienekonzepte sowie einer klaren Teststrategie vorsieht.

"Der Distanzunterricht in der aktuellen Form ist kein gleichwertiger Ersatz für Unterricht in den Klassenräumen", heißt es in dem Schreiben.

Der bisherige Plan der Staatsregierung sieht vor, dass schon Anfang Februar unter anderem Abschlussklassen an Gymnasien und Berufsschulen zurück in die Schulen dürfen.

Kultusminister Michael Piazolo (61, Freie Wähler) hatte vor wenigen Tagen die Hoffnung geäußert, dass Mitte Februar die Schüler zurück ins Klassenzimmer könnten.

Die Kritik an Markus Söders strenger Corona-Politik wächst. Zuletzt hatte Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (49) scharf gegen einige Verbote geschossen, wie TAG24 berichtete. Er forderte Hotel und Skilifte im Februar zu öffnen. Die Ministerpräsidenten und Kanzlerin Angela Merkel (66) sollten "akzeptieren, dass man sich in einem Hotel nicht infiziert".

Titelfoto: Peter Kneffel/dpa

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