Freiheit für Astra-Erstgeimpfte und Kritik an Grünen: Kretschmer-Vorstöße lösen Widerspruch aus!

Dresden - Mit Vorstößen hat Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (46, CDU) am Wochenende von sich reden gemacht: Der MP forderte Reisefreiheit für Astra-Erstgeimpfte und übte Kritik an den Grünen, die in Sachsen immerhin mit in der Regierung sitzen.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (46, CDU).
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (46, CDU).  © dpa/Jan Woitas

Die Reaktion ließ am Montag nicht auf sich warten.

Ministerpräsident Kretschmer sieht die Impfung allgemein als Schlüssel für Lockerungen bzw. Privilegien.

Das stellte am Montag Regierungssprecher Ralph Schreiber (50) auf TAG24-Anfrage klar.

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Kretschmer hatte am Wochenende gegenüber der Berliner Morgenpost gesagt: "Wer mit AstraZeneca geimpft sei, sollte schon drei Wochen nach der ersten Dosis mehr Freiheiten bekommen." Dagegen wurde Kritik laut.

Zweifelsfrei habe der Ministerpräsident AstraZeneca nur als Beispiel genannt und - ganz klar - Privilegien und eine gleichwertige Behandlung für alle Geimpften gefordert, hieß es dazu aus der Staatskanzlei.

Für seinen Aufruf an die eigene Partei, sich im Bundestagswahlkampf von den Grünen scharf abzugrenzen und stattdessen ein Bündnis mit der FDP anzustreben, musste sich Kretschmer indes die Retourkutsche von Grünen-Fraktions-Chefin Franziska Schubert (39) gefallen lassen.

Alle mit einer Erstimpfung sollen die gleichen Privilegien genießen, nicht nur die AstraZeneca-Geimpften.
Alle mit einer Erstimpfung sollen die gleichen Privilegien genießen, nicht nur die AstraZeneca-Geimpften.  © dpa/Hendrik Schmidt

Grünen-Chefin Schubert twittert gegen Kretschmer

"Inhaltlich ist das echt nicht schwer. Wir haben Inhalte, die Union nicht", twitterte Schubert postwendend und legte nach: "Ich sehe einfach, wie sehr sich Gesellschaft nach dem letzten schwarz-gelb verändert hat. Die Union hat das kaum begriffen."

Titelfoto: Bildmontage: dpa/Jan Woitas, dpa/Hendrik Schmidt

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