Kretschmer mahnt an Ostern zu Vorsicht: "Abstand halten und aufeinander aufpassen"

Görlitz - Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer (45, CDU) hat einmal mehr zu Vorsicht in der Corona-Krise gemahnt.

Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) warnt, dass man sich gerade an den Osterfeiertagen vor Corona-Ansteckungen schützen müsse.
Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) warnt, dass man sich gerade an den Osterfeiertagen vor Corona-Ansteckungen schützen müsse.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Bei einem Treffen mit dem Marschall der polnischen Woiwodschaft Niederschlesien, Cezary Przybylski (64), auf der Altstadtbrücke von Görlitz nach Zgorzelec sagte Kretschmer, dass die Pandemie ganz Europa im Griff habe.

"Wir müssen aufpassen, wir müssen Abstand halten." Man wisse, dass die britische Virusmutation viel ansteckender ist und bisherige Instrumente nicht mehr die Wirkung haben wie im vergangenen Jahr.

Mit dem Impfstoff sehe man aber ein Licht am Ende des Dunkels, so Kretschmer: "Trotzdem gilt gerade für die kommenden Wochen und die Osterfeiertage, dass jeder von uns in seinem ganz unmittelbaren Umfeld gefordert ist Rücksicht zu nehmen, Abstand zu halten und aufeinander aufzupassen."

In einer Pandemie seien am Ende diejenigen erfolgreich, die umsichtig, rücksichtsvoll und vorsichtig sind.

Zusammenarbeit zwischen Sachsen und Niederschlesien soll wachsen

Kretschmer und Cezary Przybylski (64, r.), der Marschall der polnischen Woiwodschaft Niederschlesien wollen nach der Corona-Krise ihre Zusammenarbeit intensivieren.
Kretschmer und Cezary Przybylski (64, r.), der Marschall der polnischen Woiwodschaft Niederschlesien wollen nach der Corona-Krise ihre Zusammenarbeit intensivieren.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Kretschmer und Przybylski unterzeichneten ein Schreiben an die EU, in dem sie ihre Unterstützung für eine gemeinsame klimaneutrale Wärmeversorgung der Grenzstadt formulieren.

Auf der polnischen Seite seien Menschen am Wirken, die den Kontakt nach Deutschland suchten und für Europa stehen. Es sei eine Freude, mit ihnen gemeinsam Projekte zu entwickeln.

Mit dem Projekt wolle man die Wärmeversorgung von Zgorzelec und Görlitz für die Zukunft sichern. Zugleich brachte Kretschmer die Idee einer gemeinsamen Straßenbahnlinie ins Gespräch. Das habe ihn schon in seiner Zeit als Stadtrat von Görlitz bewegt.

Für Przybylski ist das Projekt mit der Fernwärmeversorgung ein gutes Beispiel dafür, wie gut die Zusammenarbeit funktioniert. "Wahre Freunde erkennt man erst in der Not. Da sind wir Sachsen dankbar."

Wenn die Pandemie zu Ende ist, könne man die Zusammenarbeit intensivieren, nicht nur zwischen Görlitz und Zgorzelec, sondern zwischen den Regionen Niederschlesien und Sachsen insgesamt.

Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

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