Kretschmer über Pandemie-Opfer: "Jeder Verlust wiegt unendlich schwer"

Dresden - Bundesweit und auch in Sachsen wird an diesem Sonntag der Pandemie-Opfer in der Corona-Krise gedacht. Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) spricht von einer "gewaltigen Naturkatastrophe".

Michael Kretschmer (45, CDU) ruft alle Sachsen dazu auf, trotz der Corona-Krise weiterhin zusammenzuhalten.
Michael Kretschmer (45, CDU) ruft alle Sachsen dazu auf, trotz der Corona-Krise weiterhin zusammenzuhalten.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Sachens Regierungschef erinnerte an mehr als 8000 Menschen im Freistaat, die an oder mit Covid-19 verstorben seien. "Jede Zahl steht für einen geliebten Menschen, jeder Verlust wiegt unendlich schwer", erklärte Kretschmer am Sonntag auf Facebook.

Eine gewaltige Naturkatastrophe habe Europa, Deutschland und Sachsen seit über zwölf Monaten im Griff. Jeder sei gefordert, Verantwortung zu übernehmen und Ansteckungen zu vermeiden. "Das kostet Kraft, das ist mühsam."

Das Ende der Pandemie sei aus Sicht Kretschmers aber absehbar. Er rief die Sachsen dazu auf, weiter zusammenzustehen. "Jetzt geht es um die letzten Wochen und vielleicht Monate, bis wir alle ein Impfangebot haben und die warme Jahreszeit uns hilft, die Pandemie zu bekämpfen."

Zahlreiche Kirchen und Kapellen öffnen am Sonntag ihre Türen, um unter dem Motto "Zeit zur Klage - Raum für Hoffnung" den Menschen Gelegenheit zum Gedenken an Verstorbene und zur Fürbitte für Leidtragende zu geben.

Geplant sind Gottesdienste, offene Kirchen, Andachten sowie Zeiten der Stille. Kretschmer will mit Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (49, FDP) am Nachmittag in der Dresdner Frauenkirche der Pandemie-Opfer gedenken.

In Sachsen sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums bisher 8730 Menschen an oder mit dem Coronavirus gestorben.

Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

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