Kretschmer verteidigt seine Gespräche mit Demonstranten

Dresden - Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat seine Gespräche mit Demonstranten bei Protesten gegen die Corona-Maßnahmen am Samstag in Dresden (TAG24 berichtete) verteidigt.

Michael Kretschmer sprach im Großen Garten mit Demonstranten zur Corona-Krise.
Michael Kretschmer sprach im Großen Garten mit Demonstranten zur Corona-Krise.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

"Ich wollte mir ein Bild über die Stimmung verschaffen und respektiere, wenn Menschen eine andere Meinung haben", sagte er am Montag auf Anfrage.

Kretschmer war später vorgeworfen worden, keinen Mundschutz getragen und den Mindestabstand von 1,50 Meter nicht eingehalten zu haben.

Schon vor Ort hatte er erklärt, dass er normalerweise eine Mund-Nase-Bedeckung nutze, bei dieser Gelegenheit aber darauf verzichte, weil die Demonstranten einen solchen Mundschutz ablehnten.

"Wenn ich mich dabei anstecke, dann ist das mein eigener Fehler. Aber dann trage ich das", hatte er seinen Gesprächspartnern gesagt. Auf den Mindestabstand wies er selbst immer wieder hin. Allerdings umringten Anwesende ihn in einem Pulk.

Kretschmer hatte sich mehr als eine Stunde Fragen der Demonstranten gestellt. Viele zollten ihm dafür Respekt. Einige beschimpften den Regierungschef aber auch.

Im Hintergrund ist eine Zeichnung von Mahatma Gandhi, dem Helden der indischen Unabhängigkeitsbewegung, zu sehen.
Im Hintergrund ist eine Zeichnung von Mahatma Gandhi, dem Helden der indischen Unabhängigkeitsbewegung, zu sehen.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Teilnehmer der Proteste warfen der Politik Angstmache vor und leugneten die Existenz des Coronavirus. Kretschmer argumentierte, dass man keine Situation wie in Bergamo mit Lastkraftwagen voller Särge verantworten wollte.

Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

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